Archívum - A Heves Megyei Levéltár közleményei 14. (Eger, 1996)

TANULMÁNYOK • KÖZLEMÉNYEK - Sugár István: Az egri vár gyalogsága (1548-1564) • 5

István Sugár Die Infanterie der Erlauer Burg (1548-1564) Der im Thema sehr kundige Verfasser hat seine Studie in erster Linie aufgrund, der sich über die Wirtschaft der Erlauer Burg erhaltenen Kammerabrechnungen geschrieben. Nachdem die bischöfliche Burg dem Habsburg-Herrscher in die Hánde geraten war, organisierte man zwei Kompanien mit je hundert Mann unter dem Kommandó je eines Kapitans. Auf die Nachricht des groBen Angriffs der Türkén im Jahre 1552 wurde der Prasenzstand provisorisch auf 260-280 Mann erhöht. Der König beordnete 250 königliche Infanteristen nach Eger, die nach der erfolgreichen Vertei­digung in je eine Kompanie mit 100 bzw. 150 Mann eingeteil in der Burg geblieben sind. Der Aufbau der Kompanien war wie folgt: unter dem Kommandó je eines Kapitans standén, je ein Unteroffizier (decurio) an der Spitze je 9 gemeiner Soldaten in zehn Unterabteilungen. Die Studie analysiert das MaB und die Art und Weise des Gehaltes der Offizie­re und der einfachen Infanteristen. In einem Zeitschnitt teilt er auch die Namensliste der Soldaten mit. Der Prasenzstand der Infanterie der Burg schwankte stark, wie geschrieben wurde: sei er „ungleich" gewesen. Im Sommer 1562 wurde die Infanterie der Erlauer Burg umorganisiert: die 4 Kompanien wurden auf drei reduziert: die Verteidigung der Festung wurde namlich durch eine sogenannte eigene Kompanie und zwei aus königlichen Soldaten beste­hende Kompanien gesichert. Der Prasenzstand der Erlauer Infanterie wurde allmah­lich reduziert. Zwischen Juni 1562 und April 1563 dienten in der Burg 320-330 Mann, aber ihre Anzahl wurde bis Október 1563 auf 233 reduziert. Die immer schlechter werdende wirtschaftliche Lage der Erlauer Burg widerspiegelt ausdrück­lich die Abrechnungsangabe nach der zwischen 16. August und 15. Október 1559 „wegen Mangels an Geld" der Infanterie kein Sold bezahlt werden konnte. Der Verfasser beweist und betont, daB die zu der Burg in Dienst getretenen Infanteristen fást ohne Ausnahme Ungarn waren, und in ihren Reihen nur sehr we­nige, wegen der Expansionen der Türkén nach Norden geflohene, slowenische oder slowakische Bewaffnete waren. Ende Márz 1564 stellte der Habsburg-Herrscher an die Spitze der Erlauer Burg einen Hauptkapitán, und dadurch veranderte sich ganz und gar auch die militarisch­wirtschaftliche Organisation der Festung. 36

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