Kenyeres István - D. Szakács Anita - Mihály Ferenc: Magyaróvár Tanácsának Törvénykezési Jegyzőkönyvei az 1581-1582. években (Győr, 2012)

D. Szakács Anita: Rats- und Gerichtsprotokoll des Marktfleckens Ungarisch Altenburg 1581-1582

113. (1.151.v.-153.r.) In der sachenn derwegen sich Maria Schneiderin ein dienstdiernn, wider ir frau Tobay Benedictin beclagt, vnd fürbracht, ir frau habe sy wegen etlicher fleckh so sy Selbsten verpraucht vnnd annderstwo hinkhumen sein, vnuerschuldter, nit allain mit einem prinendfen] pranndt übel geschlagen sonndern nach darzue in einenn khessel mit haiß siedentter laugenn geworfTenn, vnnd ein guette weill darinenn behaltenn vnnd so greillichen wie augentscheindtlichen, das sy sich beim paader haillenn lassen mueß verbrennt, vnnd also hierinen pilliche einsehung zuthuen gebetten, über die Tobain durch irem procuratorem fürbringen lassenn, die diern habe ir eß fleckh verwarlasset, vnnd da sy darumben gefragt habe sy ir geantworttet, ires Müllners weib die hungerische huer werß habenn, auf das habe sys ja aber nuer mit der hanndt geschlagenn, in deme die diernn den khessl mit dem gewanndt selbsten vmbgeschidet, vnnd sich also verprent, welliches sy mit irem Müllner so darbey gewesen erweisen khünde, vnnd dennselben hiemit darumben zufragen begert. Lorenß Müllner beim Tobay alhie arbendtet, zaigt ann, sein frau die Tobain, habe in wegen maut traits, deß sy ime abkhaufft gelt gebenn, vnnd alß in gehungert zuessen begert, da habe sy der diernn beuolchen ime ein stuckh fleckh zubratten, des beschehen, alß aber die frau vmb d[en] übrigen gefragt, vnnd die diern geanttwort, es müeß nuer die hungerisch huer sein weib mainent, haben, da habs die frau mit der handt ein mall, oder zway inß gesicht geschlagen, wie er das erhört sey er zuegesprungen, da habe er gesehen, das im gereiß d[er] khessl vmbgeschit, vnnd die diernn verprennt worden sey, das khünde er bey seinem gewissen sag[en]. Geben hierauf richter vnnd rath zum beschaide, die Tobain solte sich mit der diernn ornndtlich vergleichen, vnnd dem paader das arztlohn was es nun bringen wierdet bezallen, sich auch numer etwas pillicher dann bishero vnnd lanng beschehen, bey nottürfftiger straff zuuerhalten erstlichen auferlegt vnnd beuolchen word[en], 114. (1.153.r,- 153.V.) An heüt dato ist durch gericht erkhennt, Hannß Khäsperger von Salzburg, khriegsdiennstmann zu Raab, solle wegen, das er an gesert, herrn statt richter Felixen Seitmann vmb Sachen so inne nit angangenn, vnbillichen geraufft, vnnd auch sonst[en] mit schiegen zugemessen, biß aufweittern beschaidte, im kheterl fengckhlichen enthalten werdfen], Act[um] denn ersten augusti anno [etc.] [15]82 ist[en], 115. (I. 153.V.-155.V.) In der Sachen derwegen mfeister] Weillendt von Wiselburgg, clagern ainß, wider Missarusch Mattiaschen burger vnnd hanndlßmann alhie, annderstailß fürkhumen, betreffenndte, er habe beclagtem zwen hauffen viech, in einem ain hundert sechsvnndvierzig, vnnd im andern fünffvnndfunffzig oxen, der gestalt zukhauffen verhaissen, wann er imß also bezalle wie ers zu Raab erkhauffe vnnd vmb sein zerung vnnd bemieung einen zimblichen gewin gebe, so welle er imß für anndere zueseen lassenn, wie ers herauf triben, habe er seiner notturfft nach zwen übrige oxen daruon außgeschossen, vnnd dem beclagten die völlige zal wie er imß verhaissen geben, vnnd 139

Next

/
Oldalképek
Tartalom