Kenyeres István - D. Szakács Anita - Mihály Ferenc: Magyaróvár Tanácsának Törvénykezési Jegyzőkönyvei az 1581-1582. években (Győr, 2012)
D. Szakács Anita: Rats- und Gerichtsprotokoll des Marktfleckens Ungarisch Altenburg 1581-1582
sy beede clager sein allain an dem das man nagsten ratstag wegen der drei strittigen gennß ein sollich beschechen vrtl gefált vrsacher vnnd schuldig, weillen es der warhait entgegenn zur straff in die gefengckh, muß verschafft, aber deren verwirchten peenfahl sambt der verern verbrechung, der zeit auf sein hohes bitlich anhaltenn, vnnd das er herrn clagern ein christliches abbitten erlaistet, erlassen wordenn. Actum denn 7 junyafnno] [etc.] [ 15]81 ist[en], 1581. június 19. / június 21. 4L (I.76.r.-79.v.) Denn neuzehenden juny anno ainvnndachtzigistenn ist durch richter vnnd rath, Rosina maister Balthausers khierschner vnnd burgers alhie haußfrau, vernumen vnnd befragt worden, warumben vnnd vmb wellicher vrsachen willen sy von iren mann, vnnd leiblichen khindern weckhzogenn, item was sy für geltschuld [en] vnnd annders gestifftet hette. Darauf sy fürgeben, sy wolle solliches nit dasonndern vor herrn haubtmann alles vnnd jedes auspierlichen anzaigenn, weillen sich aber ir mann Balthauser Khloß entliehen soweit vernemen lassen vnnd erclärt, wann sy nit so vili schuldenn gemacht, vnnd einem ersamben rath, sambt iren befreundten d[er] gleichen Sachen nimermer zubegehen angloben vnnd ernnstlichen zuesagen wuerde, so wolte ers vmb seiner vnerzognen khindlein willen widerumben auf vnnd zu ime annemen. So ist durch gericht exofficio demnach hernach beschribe khundtschafft vnnd bericht, eingezogen, vnnd solliches alles herrn haubtmann [etc.] angezaigt vnnd fürgetragen word[en]. Leonhardt Schneider von Augspurg gebierttig seines hanndtwerchs ein khierschner gesell sagt verschinne zeit habe er gehn Neusidl am See wellen, da sey dise khierschnerin zu Prugg an d[er] Leuta zu ime khumen, vnnd gebetten er solle mit ir gehn Wienn fahrn, hette einzukhaufffen], des er gethann, vnnd daselbsten beim Roten Leeben vorm Cörnnerthor einkhert, damallen die khierschnerin zu ime zeugen von stundan gemelt, der Stänzl ein khierschner gesell sey ir schuldig, derfe vor einbringung derselben schuldt nit haimb, so habe sy auch ein khlaidt das sey sein, solle in zu gefallen nach ime gehen, denn er ir also bracht, wie si miteinander beim tisch gesessen vnnd geredet, sey sy khierschnerin in iren feyrteglichen khlaidern sauber gepuzter auß einer cammer zu ime Stänzl herauß ganngenn, miteinander geessen vnnd trunckhenn, er zeug habe auch mit zeh[en] vnnd wein hollen müessen, daselbsten sein auch der Klampfferer vnnd Schmidt von Neusidl gewesen, darüber Stänzl weckh gangen vnnd die khierschnerin dorten blibenn, denn anndern tag morgend frue an einem mantag, sey ime Stännzl bekhumen, vnnd nach der khierschnerin gefragt, die er dann daselbst wie ime hernach die wierdtin selbsten anzaigt weckh vnnd an einander orth gefüerth, über das habe in Stänzl den negsten tag hernach auf irer herberg angesprochenn, er solle ime vmb ein zwen gesellen die ime das glait geben gehen, des alles beschehen, vnnd wie zeug mit denselben gesellen vom glait zuruckh haimbwerts ganngen, sey 110