Handels- und Gewerbs- Almanach 1842
Handels- und Gewerbs-Almanach 1842. - II. Theil - K. K. privilegirte Riunione Adriatica dl Sicurta in Triest
merksamkeit jeden Augenblick und an jedem Plaze, in der uiedcrn Hütte sowohl, als im glänzenden Fürstenpalaste Hervorrufen kann. Wenn von der einen Seite die Versicherungs- Vereine gegen das Feuer ein rettender Hafen für Viele von denen geworden sind, welche dazu ihre Zuflucht nahmen: so sind sie von der andern Seite nicht ohne Nu- zcn für Diejenigen geblieben, welche dieselben gründeten; denn wir bemerken, daß in allen Ländern, wo dieses System einige Ausdehnung erlangt hat, die Versicherungs- Gesellschaften troz vielfacher und schwerer Unglücksfälle sich eines nicht unbeträchtlichen Gewinns zu erfreuen hatten *). Dieser doppelte Zweck des allgemeinen Nuzens hat die reifliche Aufmerksamkeit des adriatischen Banco auf sich gezogen, welcher bereits seit 12 Jahren in Triest zum Behuf von See- und Credit-Versicherungen besteht, und denselben bestimmt, ein neues Etablissement mit geeignetem, bedeutendem und besonderem Kapital zur Üeber- nahme von Versicherungen gegen Feuergefahr zu gründen; endlich soll noch damit ein weiterer für die topographische Lage Triests interessanter Zweig verbunden werden,nämlich die Versicherung unterwegs befindlicher Waaren. Bei der Ausführung dieses Planes hat derselbe die Mittel gefunden, erstens seine Dienste, welche er bisher dem Plaze von Triest widmete, über die ganze österrei- sche Monarchie und andere Länder auszudehnen; Dienste, welche zu allgemein anerkannt sind, um hier noch besonders herausgehoben werden zu müssen. Zweitens zur Verbreitung des heilsamen Systems der Versicherung gegen Brandschäden beizutragen; und endlich dem Publikum eine moralische und gewinnreiche Spekulation anzubieten. Die glänzenden und ununterbrochenen Erfolge des gegenwärtigen adriatischen Versicherungs-Banco während seines langen Bestehens, der wohl erworbene Ruf von — 199 — *) Zur Unterstüzung dieser Angabe könnten wir viele Beispiele anführen; wir beschränken uns aber darauf, der vier ersten französischen Gesellschaften Erwähnung zu thun, welche in einem Zeiträume von vier Jahren mehr als fünf und dreißig Millionen an Brandschäden (fs. 35,573,254) bezahlt haben und nichts desto weniger über dreizehn Millionen Franken (fs. 13,320,319) unter ihre Aktionärs verthcilen.