Adressbuch der Stadt Pesth 1815

Addressbuch der Königlichen Frey-Stadt Pesth. 1815. - Ausser Handlungs-Häuser in Ungarn auser Pest.

Dis Versenkung oder Ausfuhr der oben angeführten Artikel ist: nach Oestreich, Mähren, Böhmen, Sach­sen , Schlesien n. Pohlen, mit Weine, nach Regens­burg und weiter ins Reich, in die Schweltz. Anti­ra vnium und Porasche, gehe» ßud) manchmal nach Hel­lend. Rach Italien werden Tabacks - Blatter u. Wachs versendet. Der Frucht-Handel wird am stärksten im Canal und den an der Donau gelegenen Ortschaften betrieben, der Absatz ist größtentheils in Wieselburg, auch gehen viele Früchte auf der Drau und Sau nach Kroatien und dem Littorale. Der Handel mit den sogenannten Schnittwaaren, ist in Markrzciten sowohl hier als in Debrezin sehr be­deutend. Die vorzüglichsten Artikel dieser Art sind: Casimir, Seide, Cattun, Leinwand und Zwilchwaa- ren aller Art. Man bezieht diese Maaren aus den Oester- reichischen. Mährischen und Böhmischen Fabriquen, de­ren viele eigene Niederlagen hier unterhalten. Der Wein hat seinen größten Absatz durch rnnlä'n- discheö Consumo, durch Versendung nach Ocstreich, Mah­ren, Böhmen, Schlesien, Rußland und Pohlen, nur bei äußerst wohlfeilen Preisen, auch ins Reich. Der Tausch Handel ist hier nur den Namen nach bekannt. Der Einkauf der Produkten geschieht gewöhnlich mit baarem Gelde. Der Adel versieht das Commerz mit Schaafwolle, Wein, Früchten und Knoppern. Das sind die Speculanten, -die zu gar keinen Adel gehören tausendmal noch mehr. Der Leopoldi - und Josephi - Jahr - Markt, sinh die besten. Nur wenige Handelsleute, in den kleinern Städten, halten ihre Zahlungs-Termine richtig zu.

Next

/
Oldalképek
Tartalom