Folia Historica 29. (Budapest, 2014)
I. TANULMÁNYOK - Kemenczei Ágota: A pesti régiségkereskedések kapcsolatai a Nemzeti Múzeummal a dualizmus korában
Zu den Reihen seiner wichtigsten Schöpfungen gehören ein vergoldetes Silberpokal, ein für des Millennium angefertigter Prunkschild, und ein silbervergoldetes Pedum, welches Kaiser Franz Josef dem Rektor der Ungarischen Königlichen Universität Kolozsvár (Klausenburg, heute Cluj in Rumänien) im Jahre 1896 schenkte. Vom Jahre 1879 bis 1893 erwarb das Nationalmuseum von Mór Wisinger prähistorische Gold- und Bronzefunde, hunnische, awarische Goldschmuckstückte, mittelalterliche bronzene Kunstwerke. (Abb. 1) Am Ende des 19. Jahrhunderts verkaufte Jakab Krausz dem Nationalmuseum viele prähistorische und ungarische landnahmezeitliche Fundstücke, mittelalterliche Antiquitäten. Von ihm erwarb die Münzsammlung auch alte Münzen, Medaillen. Ein rares Exemplar des alten ungarischen Papiergelds ist eine Banknote aus dem Jahre 1849 mit der Unterschrift von Lajos Kossuth und Bertalan Szemere. (Abb. 2) Zwischen 1872 und 1887 verkaufte der Antiquitätenhändler Miksa Lemberger in Pest (Harmincad Str. 6) dem Nationalmuseum viele alte Kunstgegenstände. Von historischem Wert ist ein Goldarmring, der aus dem in Székesfehérvár ausgegrabenen Grab von König Ladislaus III. (1204-1205) stammt. (Abb. 3) Wertvoller Erwerb war auch der Silberschatz von Brassó (Kronstadt, heute Brajov in Rumänien), der mittelalterliche Schmucke, Medaillen enthält. (Abb. 4) In Pest waren mehrere Antiquitätenhändler tätig, die regelmäßig dem Nationalmuseum Kunstgegenstände verkauften. Laut der Angaben des Inventarbuches gelangten aus der Antiquitätenhandlung Wolf zahlreiche Kunstwerke, Medaillen ins Museum. Aron Rendlich verkaufte mehrere awarische Goldschelle, antike Gemmen. Das Museum erwarb vom Stern Löwy eine prächtige awarische Zierscheibe aus Bronze. Mehrere wertvolle mittelalterliche Goldschmiedearbeiten kaufte das Museum von Simon Kohn und Fülöp Löwy (László) an. Darunter befinden sich ein silberner Kelch (Abb. 5) und ein silbernes vergoldetes Kreuz aus der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunders. (Abb. 6) Von 1910 bis zum zweiten Weltkrieg verkaufte László Mauthner (Eszterházy Str. 24) archäologische Funde, Kunstwerke. Der Händler genoss keinen besonders guten Ruf, denn er verfälschte auch Kunstwerke. 1985 erwarb das Museum seine Hinterlassenschaft. Dabei war ein Meisterwerk der awarischen Goldkunst, eine Riemenzunge. (Abb. 7) Durch Ankauf des Nachlasses vom Privatsammler Károly Niklovits (1886-1960) wurde das Münzkabinett mit 140.192 Stück alten Münzen und Medaillen bereichert. In der Zeit des Dualismus gelangten durch die Tätigkeit der Antiquitätenhändler historische, künstlerische Denkmäler hervorragender Bedeutung in den Besitz des Nationalmuseums. 73