Folia Historica 29. (Budapest, 2014)
II. KÖZLEMÉNYEK - Debreczeni-Droppán Béla: A Magyar Nemzeti Múzeum az 1838-as nagy árvízben
miatt rendelte el rögtön az árvíz után a múzeum építésének azonnali folytatását, hanem átérezte, hogy mit jelenthet az lélektanilag az egész közösségnek, ha valami nagyszerű épül. Két héttel „a nagy árvíz" után már Pest még szebb lesz mint volt címmel jelent meg írás az egyik újságban,39 és a Reformkor következő, legnagyszerűbb évtizedében ez így is lett. A legszebb épület - a Nemzeti Múzeumé - is ekkor készült el, sok-sok akadályt legyőzve. DAS UNGARISCHE NATIONALMUSEUM ZUR ZEIT DES HOCHWASSERS IM JAHRE 1838 Zusammenfassung Im März 1838 erreichte eine der großen Überschwemmungen aller Zeiten Buda und Pest. Der Pester provisorische Schutzdeich brach am Abend des 13. März, bald darauf gefolgt von einem Deichbruch in Soroksár. Das eisige Donauwasser überflutete den größeren Teil von Pest, nur ein paar kleine, höher gelegene Gebiete blieben trocken, die sich wie Inseln aus dem Wasser erhoben und auf die Fliehenden warteten. Solch eine kleine „Insel" wurde zunächst auch das Grundstück des Nationalmuseums, wo schon im Juni-Juli 1837 der Bau eines neuen Museumspalastes begonnen hatte. Aber das blieb nicht lange so, denn das Hochwasser erreichte am 14. März 1838 in den frühen Morgenstunden auch das Museum, und durchbrach in der Muzeum Strasse an zwei Stellen den Zaun. Als István Horvát, amtierender Direktor des Museums, hörte, dass das Hochwasser die Institution unmittelbar bedroht, eilte er von seiner Wohnung zum Museum und organisierte die Rettung der Sammlungen im Erdgeschoss. Bei den Rettungsarbeiten halfen das anwesende Museumspersonal, und auch die Soldaten, die das Museum bewachten. Mit gemeinsamer Kraft schafften sie es die historischen Museumsschätze noch in letzer Sekunde in das erste Stockwerk zu retten, bevor das Wasser ins Erdgeschoss flutete. Die Flut erreichte schließlich am Abend des 15. März gegen 23 Uhr ihren Höhepunkt, und übertraf damit den Pegel des Hochwassers von 1775. Aus dem Gästebuch der archäologischen Sammlung des Museums weiß man, dass im Museumsgebäude das Wasser 95 cm hoch stand. Einige Tage nach dem Höchststand des Wassers musste aus einem anderen Teil der Stadt die museumseigene Jankovich Sammlung umgesiedelt werden, weil das Haus, in dem sie sich befand, einstürzen könnte. Die Gegend hinter dem Nationalmuseum, die Josefstadt, wurde vom Hochwasser zu großen Teilen zerstört, doch die Flut richtete auf dem Grundstück des Museums nur kleinere Schäden an. Die Bauarbeiten am neuen Museumspalast wurden kurzzeitig verschoben und nur ein Teil der zuvor gelieferten Baumaterialien wurde weggeschwämmt. Gemäß einer Planzeichnung, die die Hochwasserschäden markiert, sind sogar einige Nebengebäude des Museums eingestürzt. Das schon bestehende Fundament des neuen Gebäudes stand noch für lange Zeit unter Wasser, die Trockenlegung kam leider nur sehr langsam voran. Unter Anweisung des Erzherzogs Joseph von Habsburg Palatin von Ungarn wurden die Bauarbeiten am Museumspalast bereits ein paar Tage nach dem Abzug des Hochwassers 39 Rajzolatok 4. (1838) 26. sz. 199. 190