Folia historica 18

I. Tanulmányok, közlemények - Péter Katalin: A haza és a nemzet fogalma az ország három részre hullott állapotában

der Hauptstadt von Ungarn, obwohl sie 145 Jahre lang der Sitz des Statthalters vom Sultan war. Nach einem Überblick über die ganze Periode scheint es am besten, das Ergebnis der Untersuchungen unter Beachtung dreier Zeitabschnitte darzustellen. Der erste Abschnitt dauerte von der Wahl zweier Könige bis zum Abschluß des Paktes in Speyer, also von 1526 bis 1570, der zweite war die Periode der politischen Kämpfe für die Ver­einigung des Landes zwischen 1595 und 1626, der letzte verging im Zeichen der Bewe­gungen direkt vor der Austreibung der Türken zwischen 1671 und 1686. 1. In der ersten Periode, also zwischen 1526 und 1570 existierten schon die Begriffe Nation und Vaterland ganz deutlich, letzteres bedeutete mehr als Geburtsland. In Ge­setzen, Privatbriefen, Gedichten kamen sie gleicherweise vor. Der Begriff Nation war nach wie vor reich an Gefühlen. Lateinisch gebrauchte man die Bezeichnung "patria", ungarisch "haza" (Heimat/Vaterland), manchmal umge­schrieben als "armes Land", "gutes Ungarland". Gerade diese zwei Bezeichnungen zeigen auch den Inhalt der Gefühle für das Vater­land, da an erster und wichtigster Stelle die Furcht um das Vaterland war. Der Gesin­nung der Menschen des 16. Jahrhunderts nach mußte man das Vaterland schützen und dafür Opfer bringen. Schützen vor Verfall, vor Tbd. Den in der Studie zitierten Auto­ren nach sollte man das Vaterland durch Lernen und Bildung verteidigen. Im allgemei­nen kämpfte man aber mit Waffen, mit Tapferkeit. Als Schlußfolgerung kann man folgendes feststellen: in der Zeit von 1526 bis 1570 wurde das Tferritorium des mächtigen mittelalterlichen Ungarns durch Verwaltungs­grenzen in drei Tfeile geschnitten, trotzdem weisen viele Momente darauf hin, daß die Zusammengehörigkeit der Tfeile nicht ganz erlosch. Die bisherigen Ergebnisse sind aber sehr widerspruchsvoll, die damalige Situation war sehr kompliziert und nur die in der Erinnerung der Menschen vorhandenen Fakta widerspiegeln den Zustand vor dem Zerfall des Landes. Wie es im Aufsatz bewiesen wird, haben die Verwaltungsgrenzen das Land wirt­schaftlich bis 1570 nicht geteilt. Auch des weiteren lebte der Begriff "ungarische Nation" oder "gens Hungarica" weiter und hielt Angehörige aller Völker des Landes zusammen. Werbőczy deutete den Begriff der Nation folgendermaßen: "una eademque nobilitas" gehört dazu, unabhän­gig von der Muttersprache. Zeitgenossen, die den Zerfall des Landes in drei Tfeile miterlebten, erwähnten eine ungarische Nation "natio Hungarica", die Angehörige aus allen Völkern Ungarns hat­te, sie wurde auch als "natio Pannonica" genannt. Die untere gesellschaftliche Grenze dieser vielsprachigen ungarischen Nation ist ziemlich unbestimmt. Diejenigen, die diesen Begriff gebrauchten, schauten den Leibeigenen mit großer Sympathie zu, es ist aber nicht klar, welche Gemeinschaft sie zwischen Gutsherrn und Bauern sahen. Hingegen zählte János Sylvester das gemeine Volk eindeutig der ungarischen Nation zu, als er die ungarisch sprechende ungarische Nation bestimmte. Im lateinischen Vor­wort seiner Bibelübersetzung hat er es abgeschrieben. Der ungarisch gefaßten Wid­mung nach schuf er das große Werk "an die ungarische Nation". Die drei zerfallenen Landesteile betrachteten sie als eine Nation. Trotz den Verwal­tungsgrenzen lebte eine Nation in einem Lande. 2. In der von uns bestimmten zweiten Periode, also zwischen 1595 und 1626 finden wir diejenigen Momente, die das Zusammengehörigkeitsbewußtsein hegten, größten­teils nicht mehr. Es kam nur selten vor, daß ein Herr aus dem Königreich ins Fürsten­tum, oder umgekehrt übersiedelte. Statt dessen machten sie die Politik einer inneren 30

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