Folia historica 17

Rózsa György: Die Ikonographie J. L. Pyrkers

der geborene Ungar in seiner literarischen Tätigkeit die deutsche Sprache bevorzugte. Eines ist unzweifelhaft, daß er einer der ersten Wohltäter des Ungarischen Nationalmuseums war. 1836 schenkte er 200 Gemälde dem jungen Nationalmuseum und damit wurde die Gemäldesammlung dieses Insituts, aber auch die des späteren Museums der Bildenden Künste ge­gründet. Die Ausstellung der Sammlung Pyrker im Jahre 1846 war die erste Vorstellung der internationalen europäischen Malerei in Budapest. 2 Es scheint also angebracht, die gemalten und gemeißelten, während seiner Lebenszeit entstandenen Bildnisse Pyrkers im Jahrbuch des Un­garischen Nationalmuseums aufzuzählen. Die Porträts sind in chronologi­scher Folge geordnet und die Varianten, Kopien und Wederholungen folgen den Originalen unter derselben Nummer mit Buchstaben bezeich­net. 3 Es müssen noch einige Stücke aus dem Nachleben genannt werden. Mór Than (1823-1899) verewigte im Treppenhaus des Nationalmuseums die Gründung des Museums und Pyrker spielt in dieser Komposition eine wichtige Rolle. 4 Julius Schmied (1854-1935) malte 1897 ein Gemälde „Schubertabend in einem Wiener Bürgerhaus", wo Pyrker auch einen zent­ralen Platz einnimmt. 5 Nach dem Zweiten Weltkrieg entstand das Decken­bild von István Tkkács im Dom zu Eger. Pyrker erscheint daran mit einer Modelle der Kirche. Barnabás Buza (1910-) schuf in Soponya ein Relief mit der Figur des Erzbischofs. Im Jubiläumsjahr des Doms von Eger, 1987, entstanden zwei Medaillen Pyrkers von György Bodnár und Miklós Borsos (1906-1990). 6 Es müssen noch einige, nur aus der Literatur bekannten Porträts des Kirchenfürsten aufgezählt werden. Er erwähnt in seiner Selbstbiographie, daß Leopold Kupelwieser (1796-1862) ihn 1823 malte 7 und er erwähnt ein Porträt von Johann Ender (1793-1754), das den Markusplatz von Venedig bei seinem feierlichen Einzug zierte. 8 Die Gebrüder Bosa schufen seine Büste 9 und August Grahl (1791-1868) malte ein Ölminiatür von ihm im Jahre 1830. 1 0 Eine Lithographie von Kriehuber sollte 1836 erscheinen, es fehlt aber aus dem Exemplar des Österreichischen Morgenblattes in der österreichischen Nationalbibliothek. 1 1 Das Lexikon von Wurzbach er­wähnt eine Statue von Franz Hein (1779- und 1836) 1 2 und eine Xilo­graphie von Laufer. 1 3 H. W. Singers Allgemeines Bildniskatalog nennt eine Lithographie von F. Elias (gest. 1848), es ist aber uns nicht gelungen, ein Exemplar davon zu finden. 1 4 Eine andere Xilographie sollte im Illustrier­ten Kalender von 1850 von Kretzschmar erscheinen 1 5 und der aus Bayern stammende und in Budapest auch arbeitende Franz Lochbichler (1777­1854) sollte auch ein Porträt von Pyrker malen. 1 6 Endlich müssen wir Dé­nes Pataky berichtigen: in der Geschichte des ungarischen Kupferstiches 60

Next

/
Oldalképek
Tartalom