Folia historica 14

Veres Lujza: Festett herendi porcelánportrék a Magyar Nemzeti Múzeumban

men und auch im weiteren half er ihm durch Bestellungen. Zur Zeit der Wiener Krise betrieb sein Sohn die Hilfe fúr die Fabrik. Wie die ersten beiden, repräsentiert auch das Porträt von Esterházy den traditionelleren Stil. Drittens wird ein Bildnispaar beschrieben, welches den alten Mór Fischer und seine Gemahlin darstellt (Abb. 3, 4). Die Blätter, auf denen die Signatur von Pál Müller zu lesen ist, zeigen die Modelle in Bürgerlichter Bek­leidung, vom Ende des vorigen Jahrhunderts mit einem homogenen Hinter­grund; ihre Malweise ist wahrheitsgetreu, getönt; sie wurden annehmbar auf Grund einer Fotografie verfertigt. Ohne Markierung der Fabrik - dies weist auf individuellen, familiärlichen Gebrauch hin. Der Stil der Bilder, die Bek­leidung, der Charakter eines Andenkens begründen eine Datierung aus den letzten Jahrzehnten des 19. Jahrhunderts. Die Porträts liess wahrscheinlich Jenő Farkasházy Fischer nach den Fotos seiner Eltern Ende der 90er Jahre malen. Die dargestellten Stücke überzeugen davon, dass auch etwas unbe­deutend erscheinende Werke - künstlerische, technische, geistige Bestrebun­gen in sich vereinigend für Wiederspiegelung ihrer Zeit geeignet sind. 61

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