Folia historica 14

Temesváry Ferenc: Fejezetek a Magyar Fegyvergyár történetéből VII.

ternehmer sich im grossen Rückstand befinden. Obwohl der Minister für Industrie sich selbst mit der Frage der verspäteten Lieferungen, mit der Abkürzung der Termine beschäftigte, konnte er an der Lage nicht ändern. Neben dem Mangel an Rohstoff und Arbeitskraft war ein Grundproblem, dass in vielen Industriezweigen die Produktionskosten die gewährten Ver­kaufspreise überstiegen. Unter diesen Umständen rückten die Erneuerung des vorhandenen Maschinenparks und die schon erwähnten Investitionen zur Friedensproduktion statt der effektiven Produktion bis zu einem gewissen Grad in den Vordergrund. Es wurde dementsprechend 1942 im Vergleich zu 1941 doppeltsoviel investiert. Bei der Zusammenstellung über das Jahr 1942 macht der Verfasser die folgende Feststellung: obwohl der Kriegsumsatz sich auf 72% erhöhte, musste man infolge der vermehrten Aufträge viele Bestellungen — in der Grösse von 136,3 Millionen Pengő ohne den Zivilbestellungen —, auf das Jahr 1943 übertragen. Einerseits konnte die Fabrik die Bestellungen nicht erfüllen, anderseits lag als Lagervorrat über 7 millionen Pengő mehr Geld in Halbprodukten, Halbfertig- und Fertigwaren, als im vorangegangenen Jahr. Anfang 1943 wurde die abnehmende Qualität der Arbeitskräfte neben dem Rohstoffmangel und der Energiedrossung zu einem ständigen Zusand. Das Kriegswesen zog immer mehr Männer ein, aber gleichzeitig forderte es die Beschleunigung der Produktion, welche man durch die Umgruppierung der in ihrer Zusammenstellung immer schwächer werdenden Kräfte hoffte erzielen zu können. Es gab Vorschläge zur Konzertration der Betriebe, weil durch die Aufhebung von kleineren Betrieben sehr viele ausgezichnete Fachar­beiter befreit würden, welche zu dieser Zeit grössten Teils noch mit Zivil­bestellungen beschäftigt waren. Diese Lage wird auch dadurch erläutert, dass 1943 verglichen mit dem vorangegangenen Jahr trotz dem Zuwachs in der Zahl der Arbeiter in der Eisen- und Maschinenbauindustrie im ganzen Gebiet des Industriewesens 206 000 Arbeitsstellen unbesetzt waren. Auch die Lohn­regelung konnte auf die lösung fúr die Arbeitskräftenfrage der Kriegsbetriebe nicht fördernd wirken. Während in den Kriegsbetrieben die Teuerungszulage im Vergleich zu 1939 60% erreichte, schwankte sie in den bedeutend weni­gere Gebundenheiten tragenden Zivilanlagen zwischen 30—50%. Der Verfasser behandelt ausführlich die Frage der Maschinenpistole von Király, das 1943 M. Gewehr und die Herstellung des 1942 M. Maschinen­gewehrs. In der Studie rück die Frage der Belohnung und die Tätigkeit der Deutschen Industrie Kommission in Ungarn (bekannter als DIKO), die Belohnung koordinierte, in den Vordergrund. 207

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