Folia historica 14

Cs. Lengyel Beatrix: Az Országgyűlési Múzeum (1923-1949)

sich in erster Linie in ihren Sonderausstellungen durch, wo auch im Rahmen von planmässig abgehaltenen Vorlesungen Filme und Tonmaterialien vor­gezeigt wurden, welche die Gesamtwirkung bereicherten. Besonders beacht­enswert ist die Tatsache — wie es die erhalten gebliebenen Dokumente zeigen —, dass die innerhalb der alt-ehrwürdigen Mauern des Parlaments ver­anstalteten Ausstellungen, welche man fast expressionistisch nennen könnte, viele Möglichkeiten zur Deutung des ausgestellten Materials gaben und blieben nicht in dem von den Begründern bestimmten politischen Rahmen. Zur Zeit des .zweiten Weltkrieges, 1942 wurde das Museum zugeschlossen, nach dem Krieg wurde es wegen der veränderten internationalen Situation und innen­politischen Verhältnissen nicht wiedereröffnet. Der Beschluss des Präsidialra­tes der Ungarischen Volksrepublik vom 28 September 1949 betreute das Ungarische Nationalmuseum mit der Verwahrung von 20 000 Gegenständen des Parlamentsmuseums. Da das Material aus dem Parlamentsgebäude sehr dringend abgefördert werden musste und das Nationalmuseum schon zu dieser Zeit an Raummangel litt, verteilte man das Material in drei Institutio­nen. Bei der Übernahme stellte man nur von einem Teil der Gegenstände Listen zusammen, deshalb versank die Herkunft des wertvollen Materials zum Teil in Vergessenheit. Die Studie stellt die kurze Geschichte des Parlamentsmuseums mit besonderer Hinsicht auf die Umstände der Verteilung dar. In der Anlage wurden der Beschluss des Präsidialrates, der Bericht über die Durchführung, die Liste der im Krieg zunichte gewordenen Objekte, die Übernahmelisten verschiedener Museen und bei den im Nationalmuseum unterbrachten, laut einer Liste übernommenen Gegenständen die heutigen Inventarnummern angegeben. 150

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