Folia historica 13
Hermann Róbert: 1848-1849-es dokumentumok a Magyar Nemzeti Múzeum Újkori Dokumentumgyűjteményében
vollkommen vorschriftmässig zu sein. Obwohl es eine ständige Rivalität um das Recht der Ernennungen von Stabsoffizieren zwischen dem Landesverteidigungsausschuss und den Heereskommandanten bestand, gehörten die Ernennungen zum General immer eindeutig zum Landesverteidigungsansschuss oder zum Gouverneur-Präsidenten. Ohne Anordnung oder Einverständnis von diesem durfte auch das Kriegsministerium keine derartige Urkunde ausstellen. Dementsprechend und wie es sich aus dem Text herausstellt, ging eine Anordnung des Gouverneur-Präsidenten der Ausstellung der Urkunde voraus, obwohl diese die Unterschrift des Kriegsministers Arthur Görgei trägt; von einer eventuellen Privataktion Görgei's kann also überhaupt nicht die Rede sein. Auch das gar nicht schattenlose Verhältnis zwischen Görgei und Asbóth wiederspricht einer solchen Die Rücksuche der Schrift unter den Dokumenten des Kriegsministeriums und des Gouverneur-Präsidenten warf mehrere Schwierigkeiten auf. Einerseits gibt es keine Spur von der oben genannten Anordnung des Gouverneur-Präsidenten werden unter den Schriften, noch in deren Eintragebüchern. In jeden anderen aus dieser Zeit stammenden, mit ihm im Zusammenhang stehenden Schriften wurde er als Oberst Asbóth genannt. Die Registernummer der Urkunde ist offensichtlich falsch. Die Registernummer der Ernennungsurkunde erschien bei den Schriften des Kriegsministeriums am Anfang Mai, und im Eintragebuch steht unter dieser Nummer ein Dokument mit ganz anderer Signatur und anderem Inhalt. Auch auf der Rangliste der Generale — die von der Militärabteilung des Kriegsministeriums geführt wurde — war sein Name nicht zu finden; demgegenüber wurden die Namen von zu gleicher Zeit zum General ernannten Ernő Poeltenberg, Arisztid Dessewffy und Józef Wysocki angegeben. Trotzdem schliessen diese Tatsachen die Authentizität der Urkunde nicht völlig aus. Man kann annehmen, dass Görgei die Verschiebung der Ernennung vorschlug, bis sich Asbóth deren würdig erweist. Der Feldzug an der Waag wies aber bloss Misserfolge auf, und am 20. Juni löste Görgei Asbóth von der Spitze des Armeekorps II. ab. Die Urkunde wurde auf diese Weise hinfällig, und konnte in den Besitz von Sándor Asbóth kommen, der zu gleicher Zeit schon bei Kossuth diente. Übrigens konnte Lajos Asbóth Leben diesem Verbleiben der Ernennung danken; wenn er als General von der Spitze des Korps II. abgelöst geworden würde, würde er zu den Märtyrern von Arad gehören, wie der General Károly Knézió, der nach dem ersten Tage der Schlacht bei Pered von der Spitze des Armeekorps III. abgelöst wurde. 167"