Folia historica 11

Aczél Eszter: A magyarországi szabadkőműves mozgalom tárgyi emlékei II. Mesterlevelek

Freimaurer-Sammlung im Ungarischen Nationalmuseum II. Teil. Meisterbriefe "Lieber Bruder! Die Meisterloge ist von ihrem Wunsche verständigt und sie ist bereit demselben zu willfahren, da sie überzeugt ist, dass der Wunsch nach Erhebung in den Meistergrad bei Ihnen nur der Ausfluss Ihres Trachtens nach Selbstveredlung sei. Ist dem nicht so? - (Bejahende Ant­wort) — Nun, dann werden Sie recht bald den Grad erreichen, durch dessen Annahme Sie sich auf Leben und Tod unserem Bunde weihen. Die bisherigen Grade hatten den Zweck, Sie durch Ihre Vervollkommnung des höchsten maurerischen Grades würdig machen. Ich muss Sie nun prüfen, ob Sie in Ihrer Vorbereitung gehörig vorgeschritten sind." — das sind die ersten Worte des "Vorbereitenden Bruders" zum Kandidaten, der nach der Vorbereitungs­zeremonie in den freimaurerischen Meistergrad erhoben wurde. In verschiede­nen Sprachen — französischer, deutsch und ungarisch - geschriebene Ritual­bücher erhellen die Zeremonien unterschiedlicher ungarischer Logen (der Johannis-Grossloge, der Symbolischen Grossloge von Ungarn). Über die Er­hebung der "Brüder" in den Meistergrad berichten uns die schön ausgestalte­ten, den mittelalterlichen Zunftbriefen ähnlichen Meisterbriefe aus drei Jahr­hunderten ungarischer Freimaurerei. Der Artikel stellt die im Ungarischen Nationalmuseum verwahrten freimaurerischen Meisterbriefe in chronologischer Reihenfolge dar. Das älteste Stück stammt aus dem Jahre 1745; deutschsprachig,, auf Pergamen geschrie­ben, wegen Verletzungen und Vergilben sehr schwer und nicht zusammen­hängend lesbar. Demgegenüber ist der Meisterbrief des Bruders Joseph Sauvaigue aus dem Jahre 1771, gegeben in der Loge der Hoffnung in Wien, ganz deutlich zu lesen. Der Artikel bietet den vollständigen Text des Meisterbriefes und gibt auch eine Ubersetzung in ungarischer Sprache. 132

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