Folia historica 7
Rosonczy Ildikó: Adalékok Lenkey huszárszázadának hazatéréséhez
von der Seite der Betroffenen, des in der Fremde stationierenden Soldatenvolkes selbst. Die Nachrichten über die ungarländischen Ereignisse erreichten die in der Fremde dienenden Soldaten durch Briefe, Flugschriften und durch die Presse, und zugleich hatten sie eigene Erfahrungen, wie die Ortsbevölkerung immer revolutionärer wurde. Durch mehrere Faktoren gemeinsam veranlasst schlug die Oberst zweite Eskadron vom Wilhelm I. König von Württemberg Husarenregiment — stationiert in Mariampol in Galizien — am 28. Mai 1848 „ohne obersten Befehl" den Weg nach Ijause ein, und mit diesem Schritt eröffneten sie die Reihe der Husarenéntwichungen, die mit kürzeren und längeren Pausen fast bis zum Ende des Freiheitskrieges fortdauerte. Aufgrund der bisher eröffneten Angaben kehrten etwa 1900 Husaren in kleineren — grösseren Gruppen heimlich nach Ungarn zurück, neuere Forschungen weisen daraufhin, dass es von einer mehr ausgebreiteten Bewegung die Rede ist. In diesem Aufsatz stellten wir Beiträge zur Klarmachung der Frage, warum eben in Galizien, und warum eben diese Eskadron sich zum entscheidenden Schritt entschloss und welche Wirkung „dieser in der Geschichte der österreichischen Armee bisher unerhörte Fall" im Kreis der österreichischen Obrigkeiten und der polnischen Bevölkerung von Galizien ausübte. Im Frühjahr 1848 erreichte die Revolutionswelle auch Galizien, wo es zu Massenbewegungen mit der Forderung der Verfassungsmässigkeit, gesellschaftlichen Reformen, polnischer Sprache in der Schule und in den Ämtern kam. Zu dieser Zeit stationierten in Galizien drei ungarische Husarenregimenter und drei ungarische Infanterieregimenter als Teil der Besatzungstruppen. Der Einsatz ungarischen Soldatenvolkes brachte nicht immer den gewünschten Erfolg, denn oft kamen die Zeichen traditioneller Sympathie beider Völker zum Vorschein, in erster Linie deshalb, weil der Polnische Adel und die Intelligenz die Haltung der ungarischen Reformopposition zu den polnischen Angelegenheiten während der vorigen zwei Jahrzehnte kannten. Es kam vor, dass die abkommandierten ungarischen Husaren und die polnischen Demonstranten einander ,Jebe hoch" sagten, und auch die heimlich abmarschierten Lenkey-Husaren hatten gerade deshalb Konflikte mit ihren Obrigkeiten, weil sie sich mit der Ortsbevölkerung befreundeten. Gegen die zu dieser Zeit in Stanisíawów befindliche Eskadron wurde eine Untersuchung unter der Anklage der Verschwörung mit den Polen eingeleitet, es gelang den Obrigkeiten nichts zu beweisen, trotzdem wurde der Rittmeister Johannes von Lenkey, der 26 Jahre ohne Strafe diente, mit 6 Tage Arrest bestraft, und die Es161