Folia historica 5

Borsányi László: Megjegyzések a Magyar Nemzeti Múzeum Kossuth–gyűjteményének észak-amerikai indián hagyatékához

Einige Bemerkungen zum nordamerikanisch-indianischen Nachlass der Kossuth-Sammlung des Ungarischen Nationalmuseums Unter den Gegenständen, welche aus dem Nachlass Lajos Kossuths 1977 vom Ungarischen Nationalmuseum käuflich erworben sind, befinden sich zwei Paar, mit Perlen- und Elchaar Stickerei verzierten Mokassins, die zweifellos während der iá den Jahren 1851—52 gemachten Rundreise in den Besitz des ehemaligen Gouverneurs gelangt sein durften. Die mit bunten Perlen bestickten Mokassins aus weichem Rehleder weisen in Material, Schnitt und Verzierung eindeutig auf ihre Herkunft von den Stämmen der Grossen Seen hin; die Elchaar-stickerei ist auch eindeutig charakteristisch für diese Gegend. Laut Aufzeichnungen seiner ungarischen Begleiter widmete Kossuth während seines amerikanischen Aufenthaltes tatsächlich einige Aufmerksamkeit dem Leben und Schicksal der Indianer. Darauf weisen auch die jetzt gefundenen Stücke hin, die aller Wahrscheinlichkeit nach mit jenen Perlen- und Elchaar arbeiten identisch sind, welche er anlässlich seines Besuches im Dorfe des Tuscarora-Stammes, unweit von Buffalo, im Mai 1852 erworben hatte. Der von den Vereinigten Staaten von Amerika diplomatische und finanzielle Hilfe erhoffende, heimatlose Gouverneur zeigt jedoch in der Frage der eingeborenen Urbevölkerung, wie auch im Problem des amerikanischen Sklavenhaltens eine aus politischer Vorsicht erwachsene Zurückhaltung, venn er in seinen Äusse­rungen, trotz seines Interesses und seiner Kenntnisse, die innenpolitisch heikle und den laut verkündeten Freiheitprinzipien so krass widersprechende Indianerfrage sorgfältig meidet. 115

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