S. Mahunka szerk.: Folia Entomologica Hungarica 56. (Budapest, 1995)
den Fallen - die keinen tötenden und konservierenden Stoff enthielten - wurden zweitäglich, vormittags ausgeleert, und auch die Markierungen wurden zu dieser Zeit durchgeführt. Die Zahlen der markierten und wiedergefangenen Individuen der Arten Abax ater (Villers, 1789) und Abax ovalis (Duftschmid, 1812) sowie die Werte der Wiederfangsprozente enthält die Tabelle 2. Aus der Tabelle kann man den Schluß ziehen, daß die Art Abax ater (Villers, 1789) eine ortstreue Art ist, die den Markierungsort, d.h. die Doline, in der sie markiert worden ist, bevorzugt. Dieser Behauptung wiederspricht die Tatsache nicht, daß ein in der Doline "M" bezeichnetes Individuum auch in der Falle "MKT" wiedergefangen worden ist, da sich diese Falle von der Doline "M" nur 30 Meter entfernt befindet. Aus der Tabelle kann die Folgerung im Bezug auf die Art Abax ovalis (Duftschmid, 1812) gezogen werden, daß die benannte Art nicht ortstreu ist. Sie bevorzugt also den Markierungsort nicht, d.h. die Doline, in der sie markiert worden ist. Diese Behauptung wird dadurch bestätigt, daß der Wiederfang nur in sehr kleinem Prozent aus der gegebenen Doline gestammt hat, und daß es solches Individuum gibt, das in der Doline "T" markiert und in der Doline "E" wiedergefangen worden ist, sowie auch solche Individuen, die in der Doline "T" markiert worden, und später aus den Fallen "ETI" und "ET3" vorgekommen sind. Auch das Ergebnis der Chi -Probe auf die Doline "M" (nur die Angaben von dieser Doline erfüllen das Kriterium der Signifikanzprobe) zeigt (Tabelle 3.), daß sich die Populationen der untersuchten zwei Arten voneinander hinsichtlich des Wanderungsverhaltens bzw. der Ortstreue auf der Ebene p<2%, also bedeutend unterscheiden. Die Tabelle 4. zeigt uns die Individuumszahl der in den einzelnen Untersuchungsgebieten im Forschungsjahr 1992 gefangenen Arten. Ökologische Faktoren des Wanderungsverhaltens der Arten Abax ater und Abax ovalis Abschließend müssen wir es untersuchen, welche Faktoren eine Rolle im Wanderungsverhalten zwischen den einzelnen Habitaten im Hinblick auf die Art Abax ovalis (Duftschmid, 1812) spielen konnten. Die vergleichenden Untersuchungen verschiedener Laufkäferarten führten zu dem Erfolg, daß ihre verschiedenen Ansprüche gegenüber den Umweltbedingungen (Licht, Temperatur, Feuchtigkeit usw.) artspezifisch sind, so sind diese Ansprüche z.B. bei Feldbewohner und bei Waldbewohner unterschiedlich (Jacobs und Renner 1974); die gegebene Artengemeinschaft ist wegen ihrer spezifischen Lebensraumansprüche ein geeigneter Lebensortanzeiger, und sie zeigt die Qualität eines Habitats (Paulus 1985). Auch Schneider (1.985) hat nachgewiesen, daß die Besiedlungsdichte der Laufkäfer nur von der Beschaffenheit des Biotops abhängig ist. Auch die Forschungsarbeit von Bauer (1989) führte zu dem Erfolg, daß jeder untersuchte Habitatstyp eine gut abgrenzbare Käfergemeinschaft hatte, und auch die Ergebnisse seiner Cluster- und Ordinationsanalyse zeigen, daß die Artenzusammensetzung in den einzelnen Gebieten eher durch die Umweltfaktoren als durch die inneren Prozesse der Gemeinschaften bestimmt ist. Die Laufkäfergemeinschaft eines gegebenen Gebiets berichtet also gut über die Qualität der einzelnen Habitate, bzw. über die dortigen Umweltbedingungen. Im Forschungsjahr 1992 haben