S. Mahunka szerk.: Folia Entomologica Hungarica 54. (Budapest, 1993)

FOLIA ENTOMOLOGICA HUNGARICA ROVARTANI KÖZLEMÉNYEK LIV 1993 p. 151-153 Die Internationalen Symposien für die Entomofaunistik Mitteleuropas (SIEEC) - Geschichte und Ziele Von B. Klausnitzer (Eingegangen am 21. März, 1993) Die Internationalen Symposien für die Entomofaunistik Mitteleuropas (SIEEC) - Geschichte und Ziele. - A brief summary regarding the organisation of SI EEC (Symposium Internationale Entomofaunisticum Europae Centralis) with reference to its establishment, goals and activity. Seit fast 30 Jahren finden in Mitteleuropa Internationale Symposien zur Förderung der Entomofaunistik statt. Diese Symposien hatten neben den fachlichen Zielstellungen von Anfang an auch einen besonderen humanistischen Aspekt, da sie eine Brücke zwischen Ost und West bildeten. Für viele Entomologen aus den östlichen Staaten waren sie ein wichtiger Ort, um über die Grenzen hinweg direkte wissenschaftliche Kontakte zu knüpfen und zu pflegen, die oft persönliche Akzente bekamen und manche Freudschaften begründeten. Diese Aufgabe dürften die Symposien in anderer Weise auch nach dem Beginn der Neuordnung Osteuropas noch haben. Da die Lage der Faunistik und der Taxonomie vielerorts nach wie vor nicht rosig ist, sind neben den Bemühungen um eine Verbesserung auf der Ebene der einzelnen Länder inter­nationale Anstregungen unbedingt erforderlich. Dieser Aufgabe stellten und stellen sich die SIEEC, wie aus dem kurzen geschichtlichen Abriss, den Auszügen aus den Statuten und den beiden Tabellen zu entnehmen ist. Das Ständige Internationale Organisationskomitee erhofft sich mit dieser Publikation eine weitere Popularisierung der Arbeit und der Ziele der SIEEC und bittet alle, an einer Förderung der Faunistik und Taxonomie der Insekten interessierten Personen und Vereinigungen um tatkräftige Mithilfe. Das erste Symposium fand im September 1964 in Opa va in der damaligen CSSR auf Initiative von Zdenek Tesar unter der Bezeichnung „Entomologisches Symposium" statt. Obwohl nur 38 Entomologen aus 4 Ländern an dieser Tagung teilnahmen, erwies sich die Keimzelle als lebenskräftig. Schon zwei Jahre später wurde am gleichen Ort wieder getagt, diesmal bereits mit der klar ausgewiesenen Thematik einer faunistischen und entomogeo­graphischen Erforschung der Tschechoslowakei und Mitteleuropas. Der in Opava 1966 gefasste Beschluss über eine Weiterführung der begonnenen Tätigkeit erwies sich als trag­fähig. Im Jahre 1968 wurde anlässlich des dritten Symposiums in Görlitz das Ständige Internationale Organisationskomitee gebildet, dem bei der Gründung je zwei Vertreter aus 6 Ländern angehörten. Die von dem grossen Förderer unserer Symposien Zoltán Kaszab ausgearbeitete Resolution über die internationale Zusammenarbeit auf dem Gebiet der faunis­tischen und zoogeographischen Erforschung der Insekten Mitteleuropas war ein wichtiges Ergebnis des vierten Symposiums in Bialovviecza 1969 und ist in ihren Grundzügen bis heute gültig geblieben. Auf Vorschlag der ungarischen Kollegen wurde ein Ehrenpreis für hervor­ragende Leistungen in der Entomofaunistik Mitteleuropas gestiftet und erstmals beim fünften Symposium 1973 in Budapest verliehen. Seither ist die Reihe unsererTagungen nicht abgeris­sen, und es bestehtein stabilerTeilnehmer- und Interessentenkreis. Die Zahl und das Spektrum

Next

/
Oldalképek
Tartalom