S. Mahunka szerk.: Folia Entomologica Hungarica 50. (Budapest, 1989)
ROVARTANI KÖZLEMÉNYEK L 1589 p. 41-46 Neue Angaben über Carabus comptus Dejean (Coleoptera: Carabidae) im rumänischen Banat Von P. LIE (Eingegangen am 20. Januar 1989) Abstract: New data to the knowledge of Carabus comptus Dejean (Coleoptera, Carabidae) in the Banat of Rumania. - Two news forms of Carabus comptus Dejean (Coleoptera, Carabidae) are described from the Roumanian Banat: Carabus comptus ulrichhoffmanni ssp. n. (valley of stream Nadrag) and C. comptus ulrichhoffmanni cavarani nat. n. (between the mounts Kavaran and Tinkova). Carabus ' Eucarabus Géhin, auch Morphocarabus Géhin) comptus Dejean 1831, zusammen mit C. hampei Küster 1846 und C. rothi Dejean 1829, bilden in Siebenbürgen und im Banat eine viel umstrittene Triade der Gattung Carabus. In der vorliegenden Arbeit wurde die Auffassung bedeutender Autoren, wie Csiki 1946, Mandl 1965, Blumenthal 1981 und Szel 1985, laut welcher C. comptus und die zwei anderen erwähnten Arten als bona species, mit klar abgegrenzten Merkmalen betrachtet werden müssen, ange nom men. C. comptus comptus Dejean, wie auch die von Csiki in 1908 beschriebene Form szoe- renyensis , kommen in den Südkarpaten im Tarcul-Retezat-Massiv, wie auch im Bihor (Bihar- ) Gebirge, nach Breuning "stets in höheren Gebirgslagen" vor. Im August 1987 ist es mir gelungen im Tarcul-Gedeanu Gebirge eine schöne Serie von C. comptus zu sammeln. Alle Exemplare fand ich auf kleinen Grasflächen zwischen Felsen, am Westhang des Tarcul(Zárkul, Szárkő) Gipfels (2190 m) in 1900-2000 m Höhe. Die Beschreibung bei Breuning lautet: "Gestalt klein und schmal; Flügeldecken nur mit 4 primären Intervallen; alle Intervalle gleichartig, fein rippenförmig erhaben, auf der Scheibe nur die primären punktförmig, lateral und apikal auch die anderen Intervalle unterbrochen oder in eine Körnelung aufgelöst. Färbung meist schwarz, höchstens mit leichtem blauen oder violetten oder grünlichen Schimmer, die Ränder meist heller grün, blau oder violett. Länge 21-24 mm. Breite 6-7 mm." Die Art ist wenig veränderlich (Szél, 1985), seit ihrer Entdeckung vor 150 Jahren sind noch keine infraspezifische Benennungen veröffentlicht worden. Zwischen den Jahren 1981 und 1987 sammelte ich in tieferen Lagen (300-400 m) in den Laubwäldern des Poiana Rusca-(auch Poiana Ruscäi) Gebirges zwischen den Ortschaften Cavaran und Nädrag zahlreiche Exemplare von C. comptus . (Abb. D Die morphologischen Merkmale dieser Population unterscheiden sich bedeutend von denjenigen der Nominatform, weshalb ich die Aufstellung eines neuen Taxons für notwendig halte und auch den Status einer schon beschriebenen Form hiermit ändern möchte. Das Poiana Rusca-Gebirge bildet auf einer Fläche von 26 50 km' 5 eine Übergangsbrücke zwischen der Hauptkette der Südkarpaten und dem Westtranssylvanischen Inselgebirge (Munüi Apuseni, ungarisch: Erdélyi Szigethegység), mit dieser ähnlichen orographischen