S. Mahunka szerk.: Folia Entomologica Hungarica 46/2. (Budapest, 1985)

Nach Erscheinen der Erstbeschreibung von R. puthzi (Sowa, 1984) stellten wir fest, dass Ähn­lichkeiten zwischen der männlichen Imago von R. endenensis und der von SOWA beschriebenen Art hinsichtlich einiger morphologischer Merkmale bestehen. Allerdings treten Unterschiede bezüglich Penismorphologie und Flügelfärbung gegenüber Rhithrogena puthzi auf. Da zur Zeit noch keine Lar­valstadien von R. puthzi bekannt sind, ist uns eine endgültige Abklärung nicht möglich. Diese wird erfolgen, sobald uns Material von R. puthzi für morphologische und für enzymelektrophoretische Un­tersuchungen zur Verfügung steht. Abschliessend werden zu den hier behandelten Arten die am Sammelort ermittelten ökolo­gischen Daten aufgeführt. Das gesamte bei der Beschreibung berücksichtigte Material wurde von un­serer Gruppe gesammelt und die Zuordnung der jeweiligen Stadien zueinander durch Aufzucht sicher­gestellt. ARTBESCHREIBUNGEN Rhithrogena sibillina n. sp.* Imago, ô* Grösse: Körperlänge: 11 mm; Flügellänge: 11,5-12,5 mm; Länge der Cerci: 28-34 mm. Kopf: Der Kopf ist pechbraun bis schwarz gefärbt. Die Augen sind farblich zonlert, ihre Dor­salfläche ist olivbraun; lateral geht diese In eine schwarze Farbzone über, auf welche eine Grau­zone folgt, die durch den ventral schwarz gefärbten Augenrand begrenzt wird. Bei längerer Konser­vierung der Tiere in 80%igem Alkohol kann eine Verfärbung der Augen durch Farbstoffauslösung be­obachtet werden: die dorsale Augenpartie wird rostrot, und der Graustich kann sich vertiefen. Thorax: Der Thorax ist pechbraun bis schwarz gefärbt. Flügel: Die basale Hälfte der Flügelmembran sowie das Costal- und Subcostalfeld sind nuss­braun getönt. Der pterostigmatische Bereich erscheint im Durchlicht dunkelbraun. Die gesamte Lon­gitudinal- und Transversaladerung ist schwarzbraun; die Subcosta ist bei vereinzelten Alkohol-Ex­emplaren hellbraun gefärbt. Beine: Die Vorderbeine sind schwarzbraun. Der Femur der Mittel- und Hinterbeine 1st dunkel­oliv, ohne Fleck oder Schattierung, die Tlbia helloliv und der Tarsus schwarzbraun gefärbt. Bei längerer Konservierung in Alkohol werden der mittlere und der hintere Femur weiss bis gelbbraun und die entsprechenden Tarsen gelbbraun. Abdomen: Die Abdominalsegmente sind ventral und lateral ohne deutliche Musterung. Das erste bis sechste Tergit ist dunkel nussbraun, das siebente bis zehnte kastanienbraun gefärbt. Der Hinter­rand des dritten bis siebenten Tergits ist hellbraun bis grau. Dorsal befindet sich beiderseits der Longitudinalachse in der Mitte des zweiten bis siebenten Segments je ein kreisrunder, hellbrauner bis grauer Fleck. Die Sternite sind heller gefärbt und ohne Pigmentierung der Ganglienbereiche. Die Cerci sind dunkelbraun und werden terminal heller; die Ansatzstellen der einzelnen Glieder der Cerci sind vor allem im Basalabschnitt braungelb gefärbt. Genitalien: Die Styligerplatte (Fig. la) ist pechbraun. Der freie Styligerrand ist in der Mitte tief eingebuchtet; die seitlichen Vorwölbungen fallen zur Forcepsbasis hin ab. Die Kopulationsklam­mern sind lang und schlank. Die Penisloben sind von ventral betrachtet (Fig. 9a) lang und schlank und divergieren; ihr Apikalbereich Ist laterad gebogen, und nur der innere Apikaizahn ist sichtbar und nach oben gerichtet. Die Apikaiansicht der Penisloben (Fig. lb, 10b) zeigt einen annähernd rechteckigen Umriss, der äussere Apikaizahn ist etwa viermal so lang wie der innere. Der Apex der Penisloben ist nach aussen gebogen (Fig. lc), so dass bei lateraler Ansicht (Fig. ld) die Api­kalfläche der Loben sichtbar ist. Die Ejakulationsöffnung weist die Form eines schmalen Spaltes auf. Der apikale Rand der Penisloben ist an der ventralen Seite verlängert und fällt zum inneren Apikaizahn hin ab. Die Titillatoren (Flg. le) sind breit und laufen ohne schmäler zu werden am Ende in vier bis fünf Zähne aus. Imago, <j Grösse: Körperlänge: 12 mm; Flügellänge: 13-14,5 mm; Länge der Cerci: 26 mm. Die Färbung des Kopfes, der Augen, des Thorax und der Beine entspricht derjenigen der * Nach lebendem + Alkoholmaterial.

Next

/
Oldalképek
Tartalom