S. Mahunka szerk.: Folia Entomologica Hungarica 44/2. (Budapest, 1983)
Die Arten dieser Gattung sind in Form und Farbe sehr variabel, so dass zur sicheren Bestimmung in vielen Fällen eine Genltalpräparation unerlässlich ist. Die variable Färbung der Arten hat manche Autoren dazu verleitet, Färbungsvariationenen zu beschreiben, diese können jedoch in keinem Fall anerkannt werden. Sehr variabel ist bei einigen Arten der Gattung auch die Querstrichelung der Flügeldecken. So kommen bei punctatus , spinipes und punctulatus Individuen vor, bei denen die einzelnen Punkte auf den Flügeldecken Uberall mit feinen Querrissen verbunden sind. Bei anderen Stücken der gleichen Arten fehlen diese Querrisse teilweise oder ganz. Aufgrund solcher abweichenden Individuen wurde ebenfalls versucht, neue subspecies zu gründen. Dies hat sich jedoch in keinem Fall als berechtigt erwiesen. Um hier weitere unnötige Benennungen zu vermeiden, schlage ich vor, diese abweichenden Tiere als "forma" zu bezeichnen, der jedoch kein Status einer Variation oder gar subspecies zukommt. Die Individuen einer Art ohne, oder nur mit seitlich deutlicher Strichelung auf den Flügeldecken, kann man als "forma simplicipennis" bezeichnen, und die Individuen der selben Art, bei denen die Querstrichelung auf den ganzen Flügeldecken deutlich ausgebildet ist, können als "forma aciculatipennis" bezeichnet werden. Bei den 3 obengenannten species mit variabler Querstrichelung der Flügeldecken wird auch der linke Legestachel des weiblichen Genitalapparates abgebildet, der sich bedingt zur Bestimmung eignet. In den männlichen Aedoeagini dieser Gattung sind, wie bei allen Arten dieser Familie, Innensacke ausgebildet, denen von Art zu Art eine andersartige Auszeichnung zueigen ist (Beispiel Abb. 63). Diese Innensackauszeichnungen werden jedoch nicht abgebildet, da sie in den meisten Fällen sehr schwach sichtbar, verschoben oder ausgestülpt sind, so dass sie sich zur Bestimmung nicht eignen. Bestimmungstabelle der palaearktischen Arten der Gattung Hydnobius 1 Kleine Arten 1,4-1,8 mm. Fühler auffallend zart gebaut 2 - Grössere Arten 2-3,4 mm. Fühler kräftiger gebaut, mit deutlich abgesetzter Keule ... 3 2 Fühler einfarbig gelbbraun latifrons (Curtis) - Fühlerkeule angedunkelt andalusicus Dieck 3 Fühlerkeule auffallend gross und breit, Endglied der Fühler ein Drittel schmäler als das vorletzte 4 - Fühlerkeule weniger kräftig, Endglied der Fühler höchstens um ein Viertel schmäler als das vorletzte 5 4 Kleiner 2-2,5 mm. Fühler einfarbig gelb-rot punctulatus Hampe - Grösser 2,5-3,4 mm. Fühlerkeule angedunkelt oder schwarz claviger Strand 5 Kopf sehr breit, Verhältnis Halsschild- Kopfbreite beim cT 1,39-1,49 : 1, beim o 1,44-1,54 : 1. Die Aussenkanten der Vorderschienen gerade, zur Spitze nicht nach aussen gezogen multistriatus (Gyllenhal) - Kopf von normaler Breite, Verhältnis Halsschild- Kopfbreite bei beiden Geschlechtern 1,5 - 1,64 : 1. Die Aussenkanten der Vorderschienen zur Spitze mehr oder weniger nach aussen gezogen 6 6 Hinterecken des Hals Schildes breit abgerundet, mit nur sehr schwach angedeutetem Winkel . , 7 - Hinterecken des Halsschildes einen stumpfen, aber deutlichen Winkel bildend 9 7 Punkte der Zwischenräume auf den Flügeldecken fast genauso grob und stark wie die der Hauptreihen. Seiten der Flügeldecken bis zur Mitte parallel punctatus (Sturm) - Punkte der Zwischenräume auf den Flügeldecken deutlich schwächer als die der Hauptreihen. Seiten der Flügeldecken nur im vorderen Drittel parallel 8 8 Fühlerkeule kräftig, Endglied der Fühler ein Viertel schmäler als das vorletzte spinipes (Gyllenhal)