S. Mahunka szerk.: Folia Entomologica Hungarica 44/2. (Budapest, 1983)

Wie schon erwähnt, ist die Untersuchung der Genitalien wegen der starken äusserlichen Va­riabilität der Leiodini in vielen Fallen unumgänglich. Es ist empfehlenswert bei den zur Sezierung bestimmten Exemplaren den Hinterleib herauszupräparieren. Dieser ist leicht mit Hilfe einer Nadel durch einen Druck nach aussen herauszulösen. Auf diese Weise können Aedoeagini und Spermathecen unbeschädigt aus dem Hinterleib genommen werden. Um die Innenarmaturen der Genitalien sicht­bar zu machen, ist es nötig, mikroskopische Präparate anzufertigen. Dazu ist die Methode von BESUCHET, C. (1957): Une technique nouvelle pour la préparation de 1' édéage des Microcoléoptères. Mitt. Schweiz, ent. Ges. 30: 341-342 bestens zu empfehlen. Reinigung: Membranen und Muskulatur, die an den Genitalien bleiben können, sind zu entfernen. Dies ist leicht unter einem Stereomikroskop in einem Wassertropfen auf einem Objekt­träger oder im Glasblock mit zwei Nadeln durchzuführen. oo Dehydration: Das untersuchte Organ legt man direkt in reinen Alkohol 95 -100 , bis die Luftblasen aus den Genitalien verschwinden (in den meisten Fällen genügen einige Stunden), dann überführt man sie in Xylol (etwa eine Stunde). Dafür kann man kleine Glasblöcke verwenden, in denen die sezierten Organe leicht zu finden sind. Montieren: Aus einer Zellonfolie (Handelsname "Ultraphan" oder "Acetat") schneidet man Plättchen aus, die ein wenig länger sind als die Plättchen, welche zum Aufkleben der Käfer be­nützt werden. Ein kleiner Tropfen Kanadalbalsam kommt gegen das Ende des Zellonplättchens, darin wird das Organ mit Hilfe einer gebogenen, vorher in Kanadabalsam getauchten Nadel über­tragen. Der Tropfen soll möglichst flach und regelmässig ausgebreitet sein, um optische Deforma­tionen zu vermeiden. Auf ein so hergestelltes Präparat kommt nie ein Deckgals. Orientation: Die erste Ausrichtung kann durchgeführt werden, wenn de Kanadalbalsam nach ein oder zwei Stunden ein wenig erhärtet ist. Dafür genügt es, auf das Präparat etwas Xylol zu übertragen, man verwendet am besten einen Nadelkopf für diese Operation. Der Kanadalbalsam wird für kurze Zeit flüssiger, was für eine exakte Ausrichtung genügt. Eine weitere Kontrolle ist nach einigen Stunden oder am nächsten Tag notwendig. Aufbewahrung: Nach einigen Tagen Erhärtung des Kanadabalsams wird das Präparat unter dem sezierten Exemplar aufgesteckt. Man hat also auf der selben Nadel den, auf ein Plättchen geklebten Käfer und darunter auf der durchsichtigen Folie das Genital. So ist eine gleichzeitige Untersuchung des Körpers und des Präparates möglich. Für eine mikroskopische Untersuchung wird das Präparat auf einen Objektträger gelegt, das Fehlen des Deckglases stört nicht bei der Verwendung starker Vergrösserungen oder beim Studium des Innensackes (nach C. BESUCHET). Nachdem HATCH bereits im Coleopterum Catalogus, 1929: 1-100, die Synonymie der Leiodi­dae ausführlich bearbeitete, werden (soweit die betreffenden Angaben bei HATCH richtig sind) in dieser Arbeit unwichtige ältere Literaturzitate nicht mehr aufgeführt. TRIBUS-T ABELLE 1 Aussenkante der Vorder schienen mit deutlichen und kräftigen Dornen besetzt Leiodini Aussenkante der Vorderschienen nicht bedornt, höchstens die Spitze und die Unterseite der Vorder schienen mit feinen Dornen besetzt Agathidiini BESTIMMUNGSTABE LLE der über die Paläarktis verbreiteten Gattungen des Tribus Leiodini 2 1 Halsschildbasis fein aber deutlich gerandet Halsschildbasis höchstens mit einer mehr oder weniger unterbrochenen Punktreihe besetzt, nicht gerandet Tarsenzahl 4-4-4, Fühlerkeule 3-gliedrig 2 6 Deltocnemis J. Sahlberg 4 3 Tarsenzahl 5-5-5 Fühlerkeule 3-gliedrig Fühlerkeule unterbrochen 5-gliedrig Hintertarsen dünn, fadenförmig. Augen nicht aus der Kopfwölbung hervortretend 3 i 5 Stereus Wollaston

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