S. Mahunka szerk.: Folia Entomologica Hungarica 44/1. (Budapest, 1983)
Ventralseite (Abb. 15): Alle Apodemata gut ausgebildet. Epimeren I und II mit Je 3 glatten Setae von kaum unterschiedlicher Länge. Epimeren III und IV ebenfalls je mit 3 glatten Setae, von denen 4a am längsten sind. Setae psj^ und ps 2 winzig, fast gleich lang. Beine: Bein I (Abb. 14) kaum länger und breiter als Beine II und III. Tarsus distal mit einer schwachen Kralle ohne Gegenstück. Von den beiden Solenidien ist omega 2 deutlich länger als omegai, beide inserieren weit distal. Dorsal 2 kleine Dornen. Tibia mit 2 Solenidien, von denen phi^ länger ist als phi2, 5 einfachen und 1 dolchförmigen Seta. Genu und Femur je mit 4 kurzen, glatten Setae. - Bein II (Abb. 16): Tarsus mit 5 Setae, von denen nur eine schwach gefiedert ist, mit einem etwas grösseren Solenidion und 2 kräftigen Dornen, distal mit Doppelkralle und Pul villus. Tibia mit 3 Setae, von denen eine sehr lang ist, ferner mit einem winzigen Solenidion und daneben einem kräftigen Dorn. Genu mit 2 Setae und 1 Dorn. Femur mit 3 kurzen Setae. - Bein III (Abb. 17): Tarsus mit 5 glatten Setae und 2 Dornen, distal Doppelkralle und Pulvillus. Tibia mit 3 Setae, 1 Dorn und 1 Solenidion. Genu mit 1 Seta und 1 Dorn. Femur mit 2 Setae. - Bein IV (Abb. 18): Deutlich dicker als die anderen Beine. Tarsus mit 3 winzigen und 1 langen, dünnen, glatten Seta, einem Dorn, einem Haken und einer kräftigen, gebogenen Kralle. Tibia mit einer ventral inserierenden Seta, 2 kleinen Dornen und einem dünnen, langen Solenidion. Genu nur ventral mit einer glatten Seta. Femur mit 2 dünnen, glatten Setae. Trochanter ventral mit 1 glatten Seta. Material: g Holotypus. 30 gg, 18 c?c? Paratypen, 126 gg, 54 S<3 sowie Alkoholmaterial, ex Auricularia polytricha (Tremellales, Auriculariaceae), Thailand, mushroom farm near Bangkok, 12.III. 1980, S. CHANTARAT leg., V. CHARANASRI ded.; Holotypus, Paratypen und weiteres Material im Zoologischen Institut und Zoologischen Museum der Universität Hamburg, Bundesrepublik Deutschland. Paratypen im Ungarischen Naturwissenschaftlichen Museum, Budapest, Ungarn und im Muséum d'Histoire Naturelle, Genève, Schweiz. Diskussion: MAHUNKA (1981) führt in der Gattungs diagnose an erster Stelle das eigenartig gestaltete Propodosoma an, das im vorderen Teil eine sackförmige Einbuchtung hat. in der das Gnathosoma liegt. Dabei handelt es sich zweifellos nur um die Ruhestellung des Gnathosoma, bei der hier allerdings bisher einmalig das Gnathosoma ins Innere des Propodosoma eingezogen werden kann. Bei allen anderen Vertretern der Pygmephoridae und auch der Scutacaridae wird das Gnathosoma in der Ruhestellung nur nach ventral umgeklappt und liegt dann zwischen den Epimeren I. MAHUNKA (1981) ist der Ansicht, dass die von ihm neu beschriebene Gattung Luciaphorus in den Verwandtenkreis der Gattung Pedicula3ter VITZTHUM, 1931 gehöre. Nach dem neuen Fund vieler Weibchen und vor allem auch Männchen kann diese Ansicht voll unterstützt werden. Wie alle bisher bekannten Männchen der Gattung Pediculaster und der nahe verwandten Gattung Siteroptes AMERLING, 1861 zeichnen sich die Männchen von L. perniciosus durch 4 Paar Setae auf dem Propodosomatalschild aus im Gegensatz zu den Männchen der meisten anderen Gattungen der Pvgmephoridae und auch der Scutacaridae, die, soweit bekannt, nur 3 Paar Setae auf dem Propodosomatalschild besitzen. Die Variabilität hinsichtlich Körpergrösse, Borstenlange und Borstenbesct affenheit ist sowohl bei den Weibchen als auch bei den Männchen von L. perniciosus bei weitem nicht so gross wie bei vielen anderen Vertretern der Pygmephoridae. Es konnten auch nicht zwei verschiedene Weibchenformen - phoretomoiphe und "normale" Weibchen - festgestellt werden, trotz der grossen Zahl untersuchter Tiere. Die neue Art unterscheidet sich von L. hauseri durch die breiteren Sensillen (vergleiche Abb. 10 und 12), die etwas längeren Peritremata (vergleiche Abb. 9 und 11), die kräftigere Dorsalbeborstung und die kürzeren Setae h^ und h 2 . Danksagung Frau Dr. VATANA CHARANASRI, Bangkok/Thailand danke ich sehr für die Zusendung des interessanten Materials und für die stets bereitwillige und schnelle Auskunft bei aufgetretenen Fragen. Mein besonderer Dank gilt Herrn Dr. S. MAHUNKA, Budapest/Ungarn, der den Holound Paratypus für den Vergleich bereitwillig zur Verfügung stellte und mir im persönlichen Gespräch wertvolle Hinweise gab.