S. Mahunka szerk.: Folia Entomologica Hungarica 43/2. (Budapest, 1982)

zwischen Ile d' Art und Ile des Pins zeigt, dass die Mehrzahl der hier vorkommenden Arten auch auf der Hauptinsel vorkommen. Es gibt in diesen Randgebieten nur sehr wenige Endemiten, was darauf zurückzuführen ist, dass der geologische Aufbau und das Alter einerseits im Nordwesten auf Art und anderseits im Südosten auf Ile des Pins mit der Hauptinsel gleich ist, ausserdem liegen sie auf an demselben kontinentalen Sockel wie die Hauptinsel. Es gibt auch noch eine andere Möglichkeit, die Faunenelemente zu unterscheiden, namentlich Arten, welche im nordöstlichen Teil der Hauptkette zu finden sind, also dem pazifischen Ozean zu und anderseits dem südwestlichen Teil, welcher Australien zu liegt; sie sind klimatisch verschie­den. In dem pazifischen Teil ist die Humidität bedeutend grösser und das Gebiet, das bergig ist, ist mit Urwald bedeckt; der südwestliche Teil ist weniger humid, stellenweise gibt es tropische Savanne und Grasland. Es ist gewiss auch die Höhenlage und die damit in Verbindung stehenden ökologischen Verhältnisse, die die Verbreitung der einzelnen Arten beeinflusst. Solche Faktoren können aber heute wegen Mangel an diesbezüglichen Untersuchungen nicht berücksichtigt werden. ZOOGEOGRAPHISCHE ANALYSE In jeder Arbeit, welche sich mit der zoogeographischen Analyse des Pazlfikums befasst oder in der entweder über die Rajonierung oder die Faunengeschichte des Gebietes - namentlich Neu­kaledonien - geschrieben wird, spricht man von einer sehr eigentümlichen, von allen übrigen um­liegenden Faunen unterschiedlichen, alten, speziellen Fauna (FRANZ: 1970; GRESSITT: 1961, 1967, 1974). Stammesgeschichtlich sind die primitivsten Tenebrioniden unter den arborealen Formen zu suchen. Diese Käferfamilie ist alt genug dazu, die ältesten Typen in solchen geologischen Perioden vorauszusetzen, als die Kontinental Verbindung in der südlichen Hemisphäre noch vorhanden war, und eben die Verbreitung mancher Formen, welche es heute in Südamerika, weiters Australien und Neuseeland sowie in Neukaledonien gibt, zustande kommen könnten. Ihre Entstehung kann des­halb mit einer Periode vor der Kontinentalverschiebung, namentlich das Zerfallen des Gondwana­landes angegeben werden. Eine solche Gruppe Ist die Tenebrioniden-Tribus der Adeliini, welche heute in Australien am reichsten, weiters in Neuseeland und in Neukaledonien durch zahlreiche endemische Gattungen vertreten sind. Eine endemische Gattung mit 2 Arten sowie eme kleine Artengruppe mit 6 Arten kommt auch in Südchile vor; von den letzteren ist aber noch nicht ge­klärt, welcher Gattung sie angehören (KASZAB, 1970, 1980). Bei dieser Gruppe ist sehr auffällig, dass weder in Australien, noch in Neuseeland und Neukaledonien sowie in Südchile gemeinsame Gattungen vorhanden sind. Das beweist, dass sich die Adeliini-Fauna dieser Gebiete nach dem Zerfall des Gondwanp.landes voneinander autochthon entwickelt hat und In allen diesen Gebieten sind aufgrund der speziellen Umweltfaktoren die endemischen Zweige differenziert. Diese Tatsache stimmt mit den geologischen Daten sowie mit den Annahmen aller Forscher überein, dass Neu­seeland und Neukaledonien nach dem Zerfall des einheitlichen Gondwanakontinentes als abgebrochene, periphere Inseln mit der Antarktis und auch mit Australien niemals mehr in Festland-Zusammen­hang gewesen ist. Während des Mesosoikums, als Australien begann nach Nordost abzutreiben, ist Neuseeland und Neukaledonien auf demselben kontinentalen Sockel, möglicherweise miteinander in Festlandverbindung, in einem Geosynklinale gewesen. Das Treiben und die Rotation dieses konti­nentalen Sockels verursachte manche Faltungen und ozeanische Rücken, das die komplizierten Tief­see-Grabensysteme gegen den Pazifik sowie verschiedene ozeanische Rücken zwischen Australien und der Linie Neuseeland-Neukaledonien entstehen liess. Auf diesem Rücken, auf subkontinentalen Sockel befindet sich einerseits die Lord Howe-Insel, anderseits die Norfolkinsel, welche nicht mit den beiden grossen Inseln: Neuseeland und Neukaledonien in Verbindung standen. Das Verbreitungsbild der Tenebrioniden-Tribus Adeliini deckt sich mit der heutigen (und teilweise auch mit der früheren) Verbreitung der Pflanzengattung Nothophagus (DARLINGTON, 1965), mit einem Unterschied, dass heute in Neuguinea, bzw. auf den papuanischen Inseln keine diesbe­züglichen Formen zu finden sind. Die Ursache ist höchstwahrscheinlich die Humidität von Neuguinea, welche die Adeliini nicht ertrugen. Innerhalb der Zeitperiode von dem mittleren Mesosoikum bis heute hat sich das Klima in diesem Gebiet stark verändert. Das am Anfang kalt-südliche ozeanische Klima wurde tropisch-sub­tropisch warm, in der Kreide und im Alttertiär wieder kühler, im mittleren Tertiär wärmer, dann im Pliozän kühler und im Pleistozän kühl. In Neuseeland waren in der plelstozänen Vereisung IS

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