S. Mahunka szerk.: Folia Entomologica Hungarica 43/2. (Budapest, 1982)
In Neukaledonien und auf den Inseln der Loyauté kommen insgesamt 38 autochthone Teriebrioniden-Gattungen vor, von welchen 16 endemisch sind (42,1%), es sind also 22 Gattungen, welche weiter verbreitet sind. Man kann sie in verschiedene Verbreitungstypen einteilen, was auch über Herkunft und Zusammensetzung der Fauna gewisse Aufklärung geben kann. 1) Die überwiegende Mehrzahl der Gattungen gehört solchen weitverbreiteten Gattungen an, welche zu der alten Gondwana-Fauna gerechnet werden können. Sie kommen in den Tropen der Alten Welt, von Afrika bis Australien, manche sind sogar auf dem malayischen Verbreitungsweg weit nach Osten im Pazifikum vorgedrungen. Andere sind sogar in allen Erdteilen tla zu den gemässigten Zonen im Norden und Süden vorzufinden. Eine solche Gattung ist Ulomn Latreille, 1829 mit 20 Arten in unserem Gebiet, ausgenommen einer Art sind alle endemisch. Uloma kommt in grosser Zahl auch in Australien und auf den papuanischen Inseln sowie im Pazifikum vor, aber nur eine einzige in Neuseeland; sehr reich vertreten sind sie in der indomalayischen Region, nördlich bis Korea sowie Afrika und der Neuen Welt. Die Gattung Platydema Laporte & Brülle, 1831 hat ein ähnliches Bild, nur beschränkt sich das Hauptverbreitungsgebiet mehr auf die neotropischen, äthiopischen, orientalischen und papuanischen Gebiete; die Artenzahl ist in dem papuanischen Gebiet nach Osten zu sehr rasch gesunken und auf den pazifischen Inseln sind nur sehr wenige Arten (in Neukaledonien nur zwei) vorhanden. Die Gattung Pentaphyllus Latreille, 1829 verbreitet sich im indoaustralischen Gebiet, östlich bis zu den Fidschiinseln und in Mikronesien, weiters in Afrika und im westlichen Eurasien sowie auch in südlichen Nordamerika. Eine ähnliche Verbreitung hat auch noch Lorelus Sharp, 1876 mit zwei Schwerpunkten, namentlich Neuseeland und das papuanisch-pazifische Gebiet sowie Mittelamerika. Die Gattungen Palorus Mulsant, 1854 und Lyphia Mulsant & Rey, 1859 sind indoaustralisch-äthiopische Elemente, welche auch im Pazifikum eingedrungen sind. Dioedus LeConte, 1862 ist im indoaustralischen Gebiet und im Pazifikum verbreitet, eine Art ist auch in der madagassischen Fauna und einige weitere in Nord- und Zentralamerika zu finden. Archeoglenes Broun, 1893 hat dieselbe Verbreitung, nur ist sie bis jetzt aus dem orientalischen Gebiet nicht entdeckt, im indischen Ozean (I. Réunion) ist schon eine (neue und noch unbeschriebene) Art gefunden worden. Die Arten der Gattung Tribolium MacLeay, 1825, wohin mehrere Vorratsschädlinge gehören, sind Elemente der tropischen Gürtel der Alten und Neuen Welt. Die Gattung Menimus Sharp, 1876 besitzt indoaustralischen Verbreitungstyp, sie ist weit im Pazifik verbreitet und stellt ein sehr charakteristisches Element auch in Neuseeland dar. Eine sehr artenreiche Gattung ist weiterhin Gonocephalum Solier, 1834, diese ausschliesslich altweltliche Gattung ist durch Hunderte von Arten in Afrika, im indoaustralischen Gebiet, weiters in der gemässigten Zone von Eurasien sowie im Pazifikum vertreten. Eine ähnliche Verbreitung hat schliesslich die Gattung Caedius Mulsant & Rey, 1859 mit nach Osten zu verarmter Artenzahl. 2) Mehrere Gattungen sind ausgesprochen papuanischen Ursprungs. Sie sind auf den papuanischen Inseln sowie in den tropischen Gebieten von Australien, manche davon auch auf den westpazifischen Inseln verbreitet. Diese sind Brachyidium Fairmaire, 1882, Scotoderus Perroud, 1864, Pseudandrosus Kulzer, 1951, Chariotheca Pascoe, 1860 und Thesilea Haag-Rutenberg, 1878. Hierher zählt noch Bradymerus Perroud, 1864, welche auch im orientaliseh-malayischen Gebiet weit verbreitet ist, nach Westen zu aber in allmählich abnehmender Artenzahl, sie kommt ausserdem noch auf den Komoren und in Madagaskar sowie eine Art auch auf dem afrikanischen Festland vor. 3) Pazifische Gattungen sind eng oder vorwiegend an den Pazifik gebunden, meist ohne australische Verbreitung. Am charakteristischsten ist die Gattung Iscanus Fauvel, 1904, welche ausschliesslich auf den pazifischen Inseln verbreitet ist. Sciophagus Sharp, 1885 ist auch im Pazifikum weit verbreitet, sie ist aber auch im Papualand vorhanden. Schliesslich gehören hierher noch zwei Gattungen, welche eng zu den Meeresstrande gehören: eme ist Parahyocis Kaszab, 1955, welche nur in südlichem Pazifikum vorhanden ist, die andere, Diphyrrhynchus Fairmaire, 1849, kommt von Japan an südlich bis Neuseeland, östlich bis Tongainseln und im Westen bis zur afrikanischen Küste im Indischen Ozean vor. Die gesamte Zahl der in nicht endemische, aber autochthone Gattungen gehörende Arten in Neukaledonien und den Loyauté-Inseln beträgt insgesamt 65 (30,9% der autochthonen Fauna). Unter den 16 endemischen Gattungen sind 5 monotypisch: Trachyderastes gen.n., Calymmus Doué in Montrouzier, 1860, Kuschelus gen.n., Chlorocamma F. Bates, 1873 und Montaguea gen. n., 8 Gattungen enthalten 2-7 Arten: Tagalinus Kaszab, 1977 (3), Episopus F. Bates, 1873 (4),