S. Mahunka szerk.: Folia Entomologica Hungarica 31/1. (Budapest, 1978)
Wie aus den in den Tabellen 4 und 5 zusammengestellten Daten hervorgeht, sind die bisher zur Artunterscheidung meist herangezogenen Merkmale (wie z.B. die Proportionen der Pedipalpenglieder oder auch den Laufbeins IV, Lamellenzahl der Serrula externa) ziemlichen Variationen unterworfen. Anhand der Serrulalamellen werden von BEIER (1932b) einerseits eine Art (C. braunsi : 18), andererseits eine afrikanische (21-22) von einer asiatischen (24-25) Gruppe unterschieden: die Serie aus Togo weist 18-24 auf. Sowohl von BEIER (op. cit. ) wie auch von VACHON (1938b) werden die Proportionen der Tibia (weniger als 3,4x länger als breit oder mehr als 3, 5x) des Laufbeins IV herangezogen: in der togoensis-Population schwanken diese zwischen 3, 07-3, 82x(!). Es sei hier nur auf Punkt 6 in dem von BEIER vorgeschlagenen Schlüssel (1932b, p. 63) verwiesen, in dem 2 Artenpaare anhand einer Tibiaproportion von 3, 5-3, 6x bzw. 3, 0-3, 3x unterschieden werden. C. congicus war anhand geringere Lamellenzahl (21), durch schlankere Glieder des Laufbeins IV und auch geringere Körpergrösse von C. togoensis und C. sommerfeldi unterschieden worden: diese Verschiedenheiten werden durch die Typenserie widerlegt. Die zur Unterscheidung von C. sommerfeldi und C. togoensis (z.B. Granulation des Palpenfemurs) verwendeten Merkmale unterliegen ebenfalls einer grossen Variabilität. VACHON selbst hatte bereits 1941 eine Identität von C. similis mit C. togoensis vermutet; die in der Beschriebung dieser Art angegebenen Differentialmerkmale liegen zwar an der unteren Variationsgrenze der bei den hier untersuchten C. togoensis-Populationen, doch sind diese Unterschiede so gering (z.T. verursacht auch durch andere Messmethode? ), dass eine Aufrechterhaltung von C. similis als eigene Art nicht zu rechtfertigen ist. Das bereits begonnene Studium von weiterem westafrikanischen Material wird eine schlüssige Antwort geben können. Ein weiteres taxonomisch vielleicht nur bedingt anwendbares Merkmal sei noch kurz erwähnt: bei allen Exemplaren (auch bei den Typen) fluoreszierten die dorsoventralen Abdominalmuskeln, auch wenn dies z. T. nur schwierig und manchmal nur auf den hinteren Sterniten oder Tergiten beobachtbar war. Dieses Phänomen war nicht erkennbar bei C. exiguus sp. n. , C. granulatus sp. n. und den Exemplaren, die ich nachstehend als Catatemnus cf. togoensis anführe. Ein derzeit wegen fehlender weiterer Untersuchungen nicht beurteilbares Merkmal könnte sich vielleicht als brauchbar zur Artunterscheidung erweisen: die vorliegenden Arten lassen sich relativ gut durch das Längenverhältnis von Tibia und Tarsus des Laufbeins IV unterscheiden: C. granulatus 1,22; C. exiguus 1, 28 (M aus 9 Ex.) (1, 24-1, 32); C. togoensis 1, 39 (M aus 40 Ex. , 1, 29-1, 49). Catatemnus cf. togoensis (Ellingsen) Material. - Lefini reservation, Nambouli river, Galeriewald, unter Borke, 12. I. 1964 (no. 656): 36 lo.. Die vorliegenden Exemplare unterscheiden sich von typischen C. togoensis durch eine deutlich schmalere Carapax-Querfurche, deren Hinterkante in der Mitte verwischt ist, durch eine gleitende Desklerotisierung der Carapax-Basalzone (kein "Sägezahn"-Übergang) und durch nicht fluoreszierende Abdominalmuskeln. In allen sonstigen morphologischen und morphometrischen Merkmalen sind sie von C. togoensis nicht zu unterscheiden. Im folgenden Schlüssel werden versuchsweise die afrikanischen Arten der Gattung Catatemnus zusammengefasst; von einigen Arten sind angewandte Merkmale unbekannt. 1 Flagellum nur mit einer gezähnten Borste, Abdominalsternite mit einreihiger Beborstung 2 Flagellum mit 4 gezähnten Borsten, Abdominalsternite mit zweireihiger Beborstung. - Komoren C. comorensis (Ellingsen) 2 Länge des Pedipalpenfemurs mehr als 0, 60 mm 3