S. Mahunka szerk.: Folia Entomologica Hungarica 30. Suppl. (Budapest, 1977)

stellt; dabei muss man allerdings in Betracht ziehen, dass die Arten der mit spartanus sehr nahe verwandten robustus -Gruppe viel weiter nördlich als rufipes leben und die Entwicklungsbeziehungen beider Gruppen also komplizierter sind. Die zweite Artengruppe dieser Entwicklungslinie - piceus-Gruppe - scheint dem­gegenüber viel jünger zu sein: sie stellt die hochadaptiven Entwicklungsformen der Quar­tär-Bedingungen dar; ihr Areal reicht weit nach Westen (Frankreich) und Norden(Deutsch­land), ostwärts bis nach Nordanatolien. Die Entwicklungspotenz der Art piceus hat sich also erst in der relativ jüngsten Zeit (nach der letzten Eiszeit in Europa) voll entfaltet. Die piceus-Gruppe kann man allerdings auch als eine jüngere Entwicklungsrichtung auf­fassen, die von der älteren ursprünglicheren rufipes-Gruppe abgeleitet wird (ähnlich wie die zweite Entwicklungslinie alpestris ­elatus - curtulus von der ersten Entwicklungslinie spartanus­robustus­simplex ); für eine derartige Hypothese gibt es allerdings noch we­niger Grundlagen als für die Entwicklungshypothesen der übrigen Artengruppen der Gat­tung. Die. Artengruppen X ( rufipes ) und XI ( piceus ) sind höchstwahrscheinlich allopat­risch: in den Gebirgen im Mazedonien und Nordgriechenland scheint piceus ganz durch rufipes ersetzt zu sein. VII. Bestimmungstabel le der Arten 1 (2) Halsschild quadratisch, Basis und Vorderrand gleich breit, Seiten fast pa­rallel (Abb. 2); grosse schwarze Art (15, 5-23 mm), Flügeldecken glänzend, Streifen oft kaum sichtbar; Aedoeagusspitze siehe Abb. 3; westlicher Teil der Balkanhalbinsel und Ostalpen striolatus 2 (1) Halsschild von anderer Form, Basis immer etwas schmaler als der Vor­derrand. 3 (4) Äusserer Basalstrich des Halsschildes nur sehr schwach angedeutet oder fehlend, kurz, der innere sehr deutlich, auffallend lang, senkrecht zur Ba­sis laufend; Halsschildseiten von der Mitte zur Basis sehr stark verengt, Hinterecken stumpfwinkelig und + abgerundet, Kopf deutlich verdickt (Abb. 229); pechbraune, grosse Art, 17-18 mm; Aedoeagusspitze siehe Abb. 230; endemische Art von Nordalbanien merditanus 4 (3) Beide Basalstriche des Halsschildes deutlich. 5 (6) Der äussere Basalstrich weit von dem Seitenrand des Halsschildes entfernt (mehr als von dem inneren Basalstrich - Abb. 14); grosse Art (18-20, 5 mm); Flügeldecken matt, Streifen deutlich; Aedoeagusspitze siehe Abb. 15, 17; Südwestkarpaten (Mehadia), Ostserbien, Westbulgarien robustus 6 (5) Der äussere Basalstrich von dem Seitenrand des Halsschildes weniger ent­fernt als von dem inneren Basalstrich. 7 (20) Arten ausschliesslich aus Griechenland und angrenzenden Gebieten von Al­banien und Südmazedonien (südwärts von der Linie Valona - Vermion, ca. 40O30' nördlicher Breite). 8 (11) Halsschild + herzförmig, Hinterecken länger abgesetzt oder spitzig nach aussen vortretend Flügeldecken deutlich oval bis eiförmig (Abb. 57, 276, 291). 9 (10) Aedoeagusspitze (Seitenansicht) stark nach innen gekrümmt (etwa 90°; Abb. 292, 316);

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