S. Mahunka szerk.: Folia Entomologica Hungarica 30. Suppl. (Budapest, 1977)

V. 8. Die übrigen morphologischen Merkmale, z. B. Form und Furchen der Man­dibeln, Behaarung verschiedener Körperteile, Mikroskulptur der Flügeldecken und auch die unterseits sichtbaren Merkmale konnte ich nicht zu taxonomischen Zwecken verwen­den. Entweder habe ich keine Unterschiede zwischen den einzelnen Formen (manchmal auch zwischen den ganzen Artengruppen) festgestellt, oder man kann derartige Unter­schiede nur bei den Formen feststellen, die schon durch andere konstante Merkmale sehr gut unterscheidbar sind; manchmal gibt es bei den angeführten Merkmalen auch eine sehr starke individuelle Variabilität. VI. Die Artengruppen der Gattung Molops, ihre geographische Verbreitung und ihre Entwicklungsbeziehungen VI. 1. Auf Grund der Aedoeagusmerkmale (V. 6) können fast alle bekannten Mo­lops-Formen in einige Gruppen eingeteilt werden. Bei den Angehörigen jeder Gruppe stimmen dabei Form der Aedoeagusspitze und insbesondere die Struktur des Innensackes prinzipiell überein. Eine solche Übereinstimmung dieser Merkmale halte ich für das Zeugnis der natürlichen Verwandtschaftsbeziehungen einzelner Arten. Bei der Aufteilung in verwandtschaftliche Artengruppen wurden förderlich auch weitere morphologische Merk­male angewandt, insbesondere Merkmale an den weiblichen Kopulationsorganen (V. 7). Bei den nach den angeführten Kriterien gebildeten Artengruppen kann man die Verwandtschaftsbeziehungen auch vom zoogeographischen Gesichtspunkt überprüfen. In der Regel bilden die Areale solcher Artengruppen geschlossene Gebiete; ist das Areal aus­nahmsweise unterbrochen, kann man eine derartige Disjunktion historisch begründen. Die angeführten morphologischen und zoogeographischen Kriterien machen über­dies noch eine Einordnung der verwandtschaftlichen Artengruppen in drei grosse Ent­wicklungslinien möglich (VI. 4). Drei Arten (für kleine Territorien endemisch) können anhand dieser Kriterien in keine Artengruppe zweifelsohne eingeordnet werden; über die Problematik dieser Arten siehe VI. 3. VI. 2. Auf Grund der oben angeführten Kriterien (VI. 1) teile ich die gültigen Taxa der Gattung Molops in folgende 11 Artengruppen ein: I. Artengruppe des M. robustus Aedoeagusspitze relativ kurz, allerdings deutlich gedehnt, bei Seitenansicht schwach nach innen gekrümmt (Abb. 15b), bei Dorsalansicht ± parallelseitig, stumpf abgerundet (Abb. 15a). Im Innensack befindet sich eine sehr deutliche Gruppe von grossen, schma­len und lang zugespitzten Zähnchen (Abb. 16); bei einigen Formen wird der Sack von den Zähnchen ausgefüllt ( striolatus ), bei anderen ist ihre Anzahl stark reduziert ( weirathe- ri ). Etwa in der Mitte des Innensackes befindet sich ein häutiger, deutlich skierotisier­ter Lappen (Abb. 16), der auch bei den Artengruppen II, III und IV vorkommt. Valvifer bei den 99 gedehnt, im Distalteil verengt und parallelseitig, im Proxi­malteil deutlich erweitert, ' schulterblattförmig; Stylus in der Regel breit, stumpf abge­rundet (Abb. 18). " Typische Art: Molops robustus Dej. Ausserdem stelle ich zu dieser Artengruppe folgende Arten: striolatus (Fab. ), dalmatinus Dej., bucephalus Dej., maderi Müll., wei- ratheri Müll. Die Areale dieser Arten nehmen in den meisten Fällen die Grenzgebiete des ge­samten Gattungsareals ein (Karte 1): im Nordwesten M. striolatus, im Südwesten M. dal­ matinus und bucephalus , im Nordosten M . robustus (über die Disjunktion dieses Areals siehe näher VI. 4). Diese Artengruppe steht vom morphologischen Standpunkt aus den Gruppen II (spartanus) und III ( simplex ) am nächsten, deren Areale sich ihrem Verbreitungsgebiet anschliessen und es teilweise überdecken. IG

Next

/
Oldalképek
Tartalom