S. Mahunka szerk.: Folia Entomologica Hungarica 27. Suppl. (Budapest, 1974)
Fol. Ent. Hung. XXVII.-SuppI., 1974 Die modernen Aufgaben der Faunistik für die angewandte Entomologie und die Biosphärenforschung Von F. P. MÜLLER Der heute erreichte Stand der gesellschaftlichen Entwicklung unter dem Einfluss der wissenschaftlich-technischen Revolution und der modernen Agrotechnik ist für die faunistische Forschung von richtungweisender Bedeutung. Veränderungen der belebten Umwelt durch neuartige Produktionsmethoden und deren Nebenwirkungen und nicht zuletzt durch die Befriedigung der gesteigerten Ansprüche der Menschen sind durch aussagekräftige Informationen zu belegen. Solche Informationen werden die angewandte Wissenschaft und Organe der staatlichen Verwaltungen in zunehmendem Masse fordern. Denn der fortschreitende Zivilisierungsprozess ist nach MARX als ein Prozess zwischen Mensch und Natur zu verstehen, worin der Mensch seinen Stoffwechsel mit der Natur durch seine eigene Tat vermittelt, regelt und kontrolliert (HOLLITSCHER, 1971). Dieser Stoffwechsel zwischen Mensch und Natur hat heute einen so gewaltigen Umfang angenommen, dass die Wirkungen auf die Biosphäre nicht ausbleiben. Nach allgemeiner Vorstellung erfolgt innerhalb der Biosphäre ein Fliessen und Austausch von Materie zwischen Ökosystemen .Ein Ökosystem ist ein Raum-Zeit-Gefüge»das durch Wechselbeziehungen seiner Glieder und durch eine eigene Struktur gekenntzeichnet ist, und in dem Biotop und Biozänose integriert sind (STUGREN, 1972). Der Anteil der Ökosysteme mit einer ursprünglichen, natürlichen Biozönose wird rasch kleiner unter dem Einfluss anthropogener Veränderungen. Der marxistisch-leninistische Philosoph HOLLITSCHER (1971)hat diese Erscheinung sehr treffend formuliert. Die durch die wissenschaftlich-technische Revolution