Kovács I. Endre szerk.: Rovartani Közlemények (Folia Entomologica Hungarica 16/22-30. Budapest, 1963)

gischen Forschungen verursachte das Erscheinen der Reblaus / Viteus vitifolli FITOH/. Mit ihrem Auftreten beginnt die zweite Periode in der Geschichte der entomologischen For­schung in Ungarn. Der Schädling wurde im August des Jahres 1875 vom Telegraphenoberinspektor EDE GERGER in Pancsova entdeckt. GERGER untersuchte in seinen freien Stunden die Rabenwurzeln mit dem Mikroskop und unterrichtete das Acken­bauministerium von seiner Entdeckung nur, nachdem er seine Beobachtungen mit den aus Prankreich beechafften Präparaten verglich. Zur Vernichtung des gefährlichen Reblausherdes wurde im Jahre 1876 ein Betrag von 80.000 Forint /damaliger Wahrung/ zur Verfügung gestellt. Die Bekämpfungsmassnahmen wurden auf einer Fläche von 40 ha mittels Schwafelkohlen­stoff in Angriff genommen und wenn auch eine Rebenfläche von 60 ha ausgerottet wurde, bestand für die Unterdrückung der Seuche keine Hoffnung. Die Zahl der verseuchten Gemeinden betrug im Jahre 1879 sieben und erhöhte aich laut den fach­mässig durchgeführten Untersuchungen im Jahre 1880 auf 38. Nachdem 8ich die radikale Ausrottung der Reblaus aie unmöglich erwies, beschloss die Legislative im Jahre 1880 die Errichtung der Landesversuchsstation für Reblausbe­kämpfung mit dem Ziel, das Reblausproblem systematisch zu untersuchen. Die Station begann ihre Arbeit im Jahre 1881 und hatte zwei Aufgaben zu bewältigen. Sie befasste sich eingehend mit der Biologie der Reblaus und bearbeitete bzw. untersuchte die zur Rettung der bedrohten ungarischen Reb­kulturen dienenden Verfahren. Das Institut arbeitete gleich­zeitig auf mehreren, oft auf 16 bis 18 verschiedenen Ver­suchsanstalten, der grösste Teil der wissenschaftlichen For­schungsarbeit wurde jedoch auf den Anstalten von Farkasd und Istvántelek durchgeführt. Die Versuchsanstalt Farkasd diente dem Studium der Biologie der Reblaus sowie zu Untersuchungen über die Reblausbekämpfung mit Schwefelkohlenstoff, über da3 Propfen von Reben auf amerikanische Unterlagen und über di­rekttragende Rebsorten. Auf der auf Sandboden gelegenen Ver-

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