Kovács I. Endre szerk.: Rovartani Közlemények (Folia Entomologica Hungarica 16/22-30. Budapest, 1963)
welchen 3 1/2 Millionen der Anopheles-Mücke endgültig zum Opfer fielen. Doch genug. Alle diese Zahlen gestatten nur festzustellen, dass die Wissenschaft auch auf dem Gebiete der Entomologie unermessliche Portschritte aufzuweisen hat seit dem Tage, an welchem Vergilius seine Bronzefliege an das Stadttor von Neapel genagelt hatte. Vorläufig aber sind trotz alledem die Insekten die Sieger. Der Kampf geht weiter. Unsere Waffen in diesem Kampfe sind Wissenschaft und Aufklärung und in beider Dienste die heute schon unentbehrlich gewordene bildliche Darstellung. Pur die bildliche Darstellung der Insekten stehen 2 Wege offen. Die letzthin in Kunstwerken, in Gemälden gipfelnde graphische Darstellung einerseits und das Lichtbild, letzten Endes Farbphotographie und Farbfilm andererseits. Die photographische Darstellung der Insekten blieb Jahrzehnte hindurch gehemmt durch die von der GrossenOrdnung der Insekten bedingten Schranken. Heute sind aber durch die rasche Entwicklung der optischen und anderen Bestandteile der Photoapparate diese Kinderkrankheiten schon überwunden. Und täglich mehr und mehr Bücher geben uns Gelegenheit, zu staunen über das,was heute einfache Schwarzweiss- oder Farbphotos über das Leben unserer Freunde und Feinde aus den Kreisen der Insekten aufschliessen. Die graphische Darstellung der Insekten ist dagegen schon viel älteren Ursprunges. Seitdem die Entomologie zur '.Vissenschaft wurde, seitdem kennen wir Insektenabbildungen. Fast ausnahmslos wurden sie aber immer von den Entomologen selbst hergestellt und unter ihnen finden wir zahlreiche künstlerische Arbeiten. Als Modelle selbständiger Kunstwerke blieben aber die Insekten bis in die letzte Zeit hinein so gut wie unbekannt. Das Trecento und Quattrocento kennt Insekten nur als bildbereichernde Motive. Auch der berühmte Hirschkäfer Albrecht Dürer' s verdankte sçin Entstehen nur ähnlichen Beweggründen. Selbst die wundervollen Örstfí^^íH-