Folia archeologica 53.

Mráv Zsolt: Traianus-kori monumentális építései felirat a carnuntumi legiotáborból

ADVERSL S PARTHOS 121 laufende Linie des oberen Teils des zweiten oder des dritten Buchstaben, danach ein T, ein С oder G und ein A sind zu erkennen (Abb. 4). Zwischen den Buchstaben T und С müssen wir noch einen Vokal annehmen, der - dem kleinen I nach dem Buchstaben T des im Text sogar zweimal erwähnten Wortes slip, ähnlich (Zeile -1 und Zeile 7) - nur ein kleiner Buchstabe I gewesen sein konnte. 4 Den Textteil also, der die Todesumstände der Soldaten verewigte, kann man richtig in der Form von ... (pú de/ciderunt in exped(itione) / 1 0 [.]+T[I]ÇA schreiben. In der ersten Veröffentlichung der Inschrift schlugen I. Polgár,"' dann A. Marosi 0 die Auflösung Dacica vor, und zwar auf Grund der falschen Lesung DAC. der erhalten gebliebenen Buchstabenfragmente. Ihr Ergänzungsvorschlag kann deshalb gewiss verworfen werden. A. Alföldi ergänzte im Jahre 1939 den Textteil, der die Benennung des Feldzuges enthält, in der Form ... in exped(itione) [G]ot[i]ca , in dem er annahm, dass das erhalten gebliebene gebogene Buchstabenfragment vor dem "I nur ein () gewesen sein konnte. 7 Sein Auflösungsvorschlag ist bis heute angenommen und bildet die Grundlage historischer Folgerungen. 8 Wegen der in der Grabinschrift erwähnten gotischen Expedition datierten A. Alföldi die Inschrift in die Zeit zwischen 249-270 n. Chr., 9 J. Fitz in die Mitte des 3. Jahrhunderts n. Chr. 1 0 Den Tod der Soldaten bringt man aber heute schon ganz konkret mit dem gotischen Krieg von Claudius II. in Zusammenhang, und die Grabinschrift wird auf das Jahr 269 n. Chr. oder in die direkt darauffolgende Periode datiert." Aber diese aktuelle Datierung der Inschrift und die Ergänzung des Attributs der Expedition in der Form von [Go]t[i]ca erweisen sich gar nicht als einzig mögliche Deutungen. Die Endung des Beinamen der expeditio auf [.]+T[I]CA und der davor zur Verfügung stehende kurze, nur für insgesamt einige Buchstaben genügende Platz erlauben auch die Ergänzung in exped(itione) [Pâ]fl (h)[i ]ça. Dieser Vermutung widerspricht auch das gebogene Buchstabenfragment vor dem T nicht, es kann ohne Weiteres mit dem R vor dem T des Wortes Part(h)ica identi­fiziert werden. Dieser Buchstabe R wurde auf Grund des zur Verfügung stehenden kleinen Platzes wahrscheinlich mit dem vor ihm stehenden A verbunden (siehe die ähnliche Ligatur AD in der Zeile 4 der Inschrift). Es besteht also die Frage, welche von den zwei, vom Gesichtspunkt der Ergänzbarkeit aus gleichwertig möglichen Expeditionen die richtige Lösung ist. Inschriften der legio II adiutrix aus Aquincum sind bis jetzt nur aus dem fahre 268 n. Chr. (CIL Iii'3525 = 10492 = ILS 2457 = AE 1944, 85) 1-' und 270 (CIL III 3521 = ILS 570) bekannt, so kann man die prinzipielle Möglichkeit ihrer Teilnahme an dem gotischen Feldzug von Claudius II. im Jahre 269 n. Chr. wirk­lich nicht ausschließen. Uber eine beweisführende Angabe verfügen wir aber nicht mehr, da die bis jetzt als einziges Argument angeführte Inschrift von Székesfehérvár (RIU 1502) mit der Ergänzung ihrer diesbezüglichen Zeile mehrdeutig und dadurch zweifelhaft geworden ist. Auch der Kaiserbeiname Claudiana der legio II adiutrix kann nicht die Folge des gotischen Krieges vom Jahr 269 gewesen sein, da der Beiname in der am 30. Juni 268 n. Chr. errichteten 4 ALFÖLDI 1939. 101. 5 POLGÁR 1936, 4. R> JOACHIM - MAROSI 1937, 9-10. 'ALFÖLDI 1939, 102. » MÓCSY 1962, 629; LŐRINC/. 2004, 304; REUTER 2005, 262 Nr. 28. Я ALFÖLDI 1939, 103. I" Friv. 1967-1968. 212. И ROSENBERGER 1992, 122 Anm. 32; LÓRINCZ 2000A, 167. ALFÖLDI 1943, 35-43.

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