Folia archeologica 51.

Zsolt Mráv: Litterae aureae Daciából a Magyar Nemzeti Múzeum gyűjteményében. Az 1908-ban talált bukovai lelet

LiTI K. R AE AUREAE AUS UNGARISCHEN NATIONAL MUSEUMS 69 Abb. 7 Seitenansicht eines der Dübel des E-Buchstabens von Bucova, Foto 7. ábra A bukovai E betű egyik csapolásának a fotója außerhalb Italiens am häufigsten vorkommen.­8 In diesem Sinne müssen auch die Buchstaben von Bucova interpretiert werden. Demnach haben wir in Dazien mit mindestens zwei monumentalen Bauwerken (höchstwahrscheinlich öffentlichen Gebäuden oder Tempeln) zu rechnen, die mit einer in litterae aureae geschriebe­nen Inschrift geschmückt waren. Und berücksichtigt man die zeitliche Verbreitung der Anwendung dieser Inschriften mit Goldbuchstaben, kann keines dieser Bauwerke später als während der Herrschaft Trajans oder Hadrians erbaut wor­den sein.­9 (Die Eroberung Daziens und seine Einrichtung als Provinz erfolgte unter Trajan, daher kann man die Inschriften mit vergoldeten Bronzelettern ebenso wenig vor den siegreichen Abschluss dieses Feldzuges [106 n.Chr.] datieren.) Diese Überlegung erhärten auch der Fundort der Buchstaben und die sie begleitenden Fundstücke. In Bucova und dessen Umgebung wurde während der Römerzeit keine große öffentliche Bauten voraussetzende Stadt gegründet, das Gebiet gehörte zum Territorium der Stadt Sarmizegetusa. Die Grenze des Territoriums dürfte westlich von Bucova, bei der XVmp von Sarmizegetusa entfer­nt gelegenen Zollstation (statio portorii) Pons Augusti (Marga?) verlaufen sein. 3 0 Die Bedeutung von Bucova lag nur in den von den Römern eröffneten nahen Marmorbrüchen. 3 1 In Bucova, dem Fundort der Bronzelettern, würde man dem­nach die Stelle, an der die auf Grund der Buchstaben vermuteten repräsentativen Inschriften mit bronzenen Buchstaben angebracht waren (und wo die daran gebundenen großartigen Bauten standen), vergeblich suchen. Eine viel wahrscheinlichere Möglichkeit dafür bietet sich in der Nähe von Bucova. ­B Die späteste Inschrift mit litterae aureae aus Hispanien, die Bauinschrift vom Mars-Tempel in Mérida, ist in die letzten fahre der Herrschaft Hadrians zu datieren. CIL II 468, zu ihrer Datierung s. Alfóldy 1997, 34-35, Anm. 79. 29 Die Form des bronzenen A und seine Dübelstellen sind nahezu identisch mit jenen des A­Buchstabens der litterae aureae tragenden „zoccolatura", die man südöstlich der am Trajansforum der Stadt Rom freigelegten sog. „murus marmoreus" fand: La Rocca 2001, 209, Fig. 27; (Abb. 9). 3 0 Zum Territorium von Sarmizegetusa: Piso 1995, 71; TIR L-34, 91-92. Téglás 1886. 128-129; Téglás 1889, 154-160; zu den Marmorbrüchen s. noch: Daicovicu 1924, 243, Anm. 3; Dobosi-Bíró 2002, 822.

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