Folia archeologica 49-50.

Csaba Tóth: A „szerecsendenár”

358 CSABA T o rn das Zeichen von Petrus Chimie, dasselbe kommt auch auf dem Denar H.547. vor, und zwar in zwei Variationen: auf der linken und auf der rechten Seite gleicherweise. Den Buchstaben P kann man auch auf den „Denaren mit der Gestalt der Heiligen Ladislaus" finden. 3. Auf den „Denaren mit der Gestalt der Heiligen Ladislaus", sowie auf der parallel damit geprägten Goldgulden H.514. befindet sich ein gewisses Münz­zeichen, welches von Alfréd Schulek noch für ein kollektives ismaelitisches Münz­zeichen gehalten wurde. Seitdem - seit dem Aufsatz von Elemér Mályusz 3 9 - stellte sich vom Zeichen heraus, dass es das Monogramm des Geschäftsmannes, Kam­mergrafen Franciscus Bernardi ist, von dessen Tätigkeit aus der Zeit der Herr­schaft von Maria und Sigismund uns konkrete Angaben zur Verfügung stehen. Wenn dieses Monogramm auch auf den Münzen von Ludwig das Zeichen von Bernardi ist, konnten die Münzen mit dem Zeichen FB - unabhängig davon, ob sie Goldgulden, oder Denare sind - schon wegen des Lebensalters von Bernardi nicht vor dem Ende der 1360-er, vor dem Anfang der 1370-er Jahre angefertigt werden. 4 0 4. Mehrere solche Exemplare des „Denars mit der Gestalt der Heiligen La­dislaus" sind bekannt, auf denen klar zu sehen ist, dass ihr Grundmaterial ein „Mohrenkopf-Denar" war, also darauf wurde das neue Münzbild geprägt. 4 1 Diese Stücke sind wegen ihres barbarisierten Münzbildes und ihrer verworrenen Umschrift alle zeitgenössische Fälschungen, trotzdem zeigen sie eine relative Chronologie der „Mohrenkopf-Denare" und der „Denare mit der Gestalt des Heiligen Ladislaus". 4 2 5. Demgegenüber ist ein solcher „Mohrenkopf-Denar" bekannt, der auf den Denar von Karl geprägt wurde. 4 3 6. Auch die Untersuchung der Zusammensetzung der Münzfunde unterstützt die frühe Datierung der „Mohrenkopf-Denare". 4 4 Hunderte, manchmal Tausend 3 9 Mályusz 1958 4 0 In der letzten Zeit versuchte András Kubinyi auf Grund zerstreuter Erwähnungen den Zeitpunkt der Geburt von Bernardi auszurechnen. Laut deren war er schon 1373 ein angesehener Kaufmann in Buda, 1409 nannte er sich schon alt, zwischen 1420-1422 war er Vizeschatzmeister, 1424 war er nicht mehr am Leben. Auf Grund dieser Angaben kann man seine Geburt frühestens auf die Jahre um 1345-1350 datieren. Kubinyi 1978. 16. 4 1 Diese Erscheinung kann man nicht nur auf einem Exemplar bemerken, auch in der Sammlung des Münzkabinetts habe ich mehrere Stücke gefunden, von den Stücken in Privatsammlungen gar nicht gesprochen. 4 2 In den Arbeitsphasen in den Kammern wurde nämlich der Grundstoff zuerst eingeschmolzen, und erst dann wurden aus dem Metall Münzplättchen hergestellt, also wenn man auch frühere Münzen verwendete, war keine Spur davon nachweisbar. Die Fälscher ließen diese Arbeitsphase weg, und prägten direkt auf die außer Gebrauch stehenden Münze mit dem neuen Münzfuß. 4 3 Im Münzkabinett des Ungarischen Nationalmuseums, Geschenk von Károly Kocsis. Man kann den Typ des verwendeten Denars nicht genau feststellen, die Art H.481. scheint am ähnlichsten zu sein. 4 4 Bajóth (Komitat Komárom-Esztergom) - I. Lajos: H.547. (47), Wiener Denar (547) - MNM Érem­tár Irattár [Ungarisches Nationalmuseum, Archiv des Münzkabinetts] 252/1888; Boljevd (Serbien-Montenegro) - Karl I.: H. 495 (2), H. 497 (1), Ludwig I.: H.535 (1), H. 547 (28) - Ljubic 1879; Brcko (Serbien-Montenegro) - Karl I. H. 495 (3, Ludwig I. II. 535 (2). IL 547 (2276), FI. 548 (272), Venedig (3) - Petrovic 1958, 1962.; Dohma (Serbien-Montenegro) - Karl I.: H.495. (8), H.497. (3), Ludwig: H.534. (1), FL 542 (6), H.547. (2300), Slawonien (1. Venedig (1) - MNM Éremtár Irattár 378/1885; Helvécia-Matkó (Komitat Bács-Kiskun) - Karl: H.495. (2), Ludwig I. H. 547. (235). H. 548 (36, H.550 (1), Tschechisch (1) - MNM Éremtár Irattár 94/1968.; Petad (Komitat Baranva)­Karl I.: H.495. (2); 11.481. (1); 11.472. (83); H.497. (2), Ludwig H. 534. (2); H.535. (10); 11.545. (1), 11.547. (viele Tausende), Wiener Denar (?) - MNM Éremtár Irattár; Pécs (Komitat Baranya) - FCarl I.: H.495 (5); H.472 (3), H.497 (1), Ludwig: H.547. (1176) - MNM Éremtár Irattár 369/1893; Debrecen (Komitat Hajdú-Bihar) - Ludwig L: H.514. (10), 11.523. (21). H.522. (48). H.546. (3), H.547. (viele Exemplare) - Schulek 1931-1932. 61.

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