Folia archeologica 49-50.
Csaba Tóth: A „szerecsendenár”
356 CSABA T o rn Abb. 1 „Mohrenkopf-Denar" von Ludwig I. (dem Großen) (1342-1382) (H.547.) 1. ábra I.(Nagy) Lajos (1342-1382) „szerecsenfejes" dénár (H.547.) Abb. 2 „Denar mit der Gestalt des Heiligen Ladislaus" von Ludwig I. (dem Großen) (1342-1382) (H.542.) 2. ábra L(Nagy) Lajos (1342-1382) „szentlászlós" dénár (H.542.) Anjou-Wappenschild, beziehungsweise die stehende Gestalt vom Heiligen Ladislaus. 3 6 Auf Grund der Zusammensetzung der Münzfunde, auf Grund der schriftlichen Quellen und stilistischer Merkmale sah es eindeutig so aus, als wären diese zwei Typen in den letzten zwei Jahrzehnten der Herrschaft von Ludwig I. geprägt worden. Man muss sie einfach chronologisch ordnen. Alfréd Schulek machte ihre erste umfassende chronologische Einordnung. Da die Quellen ausschließlich in den 1370-er Jahren eine gewisse „Sarachenmünze" erwähnen, war eider Meinung, dass es nur mit dem „Mohrenkopf-Denar" zu identifizieren ist. Daraus schloss er darauf, dass der „Denar mit der Gestalt des Heiligen Ladislaus" älter ist, und wurde vom „Mohrenkopf-Denar" abgelöst, den ein Mitglied der Familie Szerecsen emittierte und mit dem Zeichen der Familie versah. 3 7 Lajos Huszár übernahm die chronologische Einordnung von Schulek, und belegte ihre Richtigkeit mit bis dahin unbekannten Quellenangaben. Diese Einordnung gilt seitdem in der Fachliteratur als Grundsatz. 3 8 Es wurde also ein scheinbar unbezweifelbares chronologisches System entwickelt, wonach zwischen 1358-1372 die „Denare mit der Gestalt des Heiligen Ladislaus" geprägt wurden, und dann 3 6 Zu beiden Benennungen gehören mehrere Typen: „Mohrenkopf-Denare" sind: H.547— 552. (CNH.II. 89-93.); „Denare mit der Gestalt des Heiligen Ladislaus" sind: H.542-544. (CHN.II.94-96.) Vereinfacht verwende ich im weiteren die Nummerierung H.547., bzw. H.542. 3 7 Schulek 1931-1932. 61-62. 3 8 Huszár 1958. 63-64., Huszár 1985.