Folia archeologica 49-50.
Endre Tóth: A magyar Szent Koronáról. (Kutatástörténeti beszámoló)
DIE UNGARISCHE HEILIGE KRONE 319 Der lateinische Pantokrator A latin Pantocrator eingelassen. Die Pantokratorpl atte auf der Vorderseite schmiegt sich auf der über den Rand hinausragenden halbrunden Fläche an ihre Rückseite, ein schmaler Rahmen biegt sich auf den Rand der Emailplatte und fixiert sie. Das Emailbild von Kaiser Michael auf der Rückseite kann sich nicht an die Basisplatte anschmiegen, weil auf die Rückseite der Platte von vorn herein ein schmales Band in Halbkreisform aufgelötet ist. Dieses Band ermöglichte entweder die frühere Befestigung des Emailbildes oder verhinderte die beim Brennen des Emailbildes auftretende Verzierung. Wegen des Bandes konnte die Platte nicht auf dieselbe Weise wie die Pantokratorplatte befestigt werden. Deshalb wurde der einfassende Rahmen nach außen umgebogen und mittels Nägelchen an seiner Kante das Kaiserbild an die Rückplatte befestigt. Daraus folgt, daß das Bild Kaiser Michaels ursprünglich nicht für diese Krone gefertigt worden war, also sekundär verwendet wurde. Die Farbpalette der Emailbilder der corona graeca besteht aus Weiß, Körperfarbe, drei Blautönungen, durchscheinendem Grün, Rot, Gelb und Braun. Die corona latina: Die vier 5,2 cm breiten Goldbleche wurden an den Seiten eines quadratischen Bleches (7,2 7,2 cm) angelötet (Abb. 3). Das Kreuzband ist mit goldenem Perlendraht umrahmt, der das untere Ende der Bänder abschließt. Damit ist auch das Verzierungssystem vollendet, also wurden nicht — wie früher angenommen - an den Enden der Bänder Emailbilder entfernt. Auf dem Kreuzband wechseln sich Almandine und Perlen in einem filigranverzierten Rahmenstreifen ab. Auf dem Mittelblech finden sich 12, auf der gesamten corona latina 72 echte Perlen in Einfassungen. Die Mitte des Kreuzbandes ziert ein viereckiges versenktes Zellenemailbild, das den thronenden Pantokrator zwischen zwei Zypressen darstellt (Abb. 4). Neben