Folia archeologica 47.
Péter Gróf - Dániel Gróh: Késő római őrtorony és szoborlelet Visegrád-Lepencén
114 PÉTER GRÓF - DÁNIEL GRÓH Es ist eine Frage, ob diese Verengung des Tores mit der nachträglichen Einmauerung der Bautafel in Zusammenhang gebracht werden konnte. Das kann man auch nicht eindeutig beweisen, ob die Tür von Pfosten oder einem von geschnittenen Steinen bestehenden Mauerwerk gehalten wurde. Aus dem Mauerschutt des Wachtturmes kamen zwei Löwenfiguren zum Vorschein, die eine ist fast unversehrt, die andere stark beschädigt. Der sitzende Löwe sieht nach links, sein Maul ist offen, die Schnauze ist beschädigt. Der andere Bruchstück hat einen offenen Mund mit zwei Hakenzähnen, am Schnauzenteil sind Reste einer roten Bemalung zu sehen. Der Wachtturm wurde laut der Inschrift im Jahre 371 verfertigt, aber nach unserer oben geschilderten Vorstellung wurden die Tafel und die Statuen aus irgendeinem Grund hastig und nachträglich angebracht. Die Vermutung, dass der Burgus vielleicht früher, am Ende der ersten Hälfte des 4. Jahrhunderts errichtet wurde, kann lediglich durch das Vorkommen von zwei Münzen des Constantinus II. unterstützt werden. Die gestempelten Ziegeln durften auch mit einer Dachreparatur, Dachaustausch in Zusammenhang gebracht werden. Deshalb können wir den Text der Bautafel für wörtlich uninterpretierbar betrachten. Unsere bisherigen Folgerungen durften durch eine weitere Freilegung des Wachtturmes, die gegenwärtig unter Straße 11 liegen, erweitert werden. 51 6 1 5 M. Nagy datiert die Burgusbauten des 4. Jhs, die nach zentralen architektonischen Prinzipien ausgeflirt wurden - unter anderen die mit einem Grundriss, der jenem von Lepence ähnlich ist - auf die Zeit von Valentinian I (Nagy 1999, 113). Hoffentlich wird aie vollständige Freilegung des Wachtturmes von Lepence darauf eine endgültige Antwort geben, ob der Burgus ein Teil dieses Systems oder ein früherer Bau ist. 1 6 Wir benützen die Gelegenheit, Krisztina Szirmai, László Barkóczi, Tamás Mezős, Péter Módy und Imre Tavas, die im Zusammenhang mit der Freilegung des Wachtturmes und mit dem Statuenfund mit ihren Bemerkungen und Ratschlägen geholfen haben, Dank zu sagen. Wir zollen Dank dem Andenken von Sándor Soproni, der unsere Arbeit mit Aufmerksamkeit verfolgte.