Folia archeologica 45.

István Vörös: Építési kutyaáldozat Jászdózsáról

ZI:M ÜBERGANG VON DER B RONZEZE.IT 121 Mit den Funden aus dem Hügel von Jánosháza hat sich die Fachliteratur recht detailliert beschäftigt. Die Funde vom Späthügelgräbertyp wurden veröffentlicht 86 und die Metallgegenstände vom Ende der Bronze- und vom Beginn der Eisenzeit bewertet. Von den letzteren datierte B. Ter/.an das bronzene Rasiermesser, die Mehrkopfnadel, die Nadelschoner und gedrehten Drähte ins 8. Jahrhundert v. Chr., während er der Eisennadel und den -ringen eine spätere Datierung gab/' L. Nebelsick dagegen meinte, nicht zwei, sondern drei Gegenstandsgruppen von der Jungurnenfelderzeit bis zur älteren Hallstattzeit unterscheiden zu können. 88 Die Tatsache aber, daß die Bronze- und die Eisengegenstände an zwei verschiede­nen Stellen gefunden wurden, beweist, daß sie nicht drei, sondert zwei verschie­denzeitliche Funde bilden. Die zeitbestimmenden Stücke der ersten Fundgruppe (Grab 6) sind die Mehrkopfnadel und der zu ihr gehörige Nadelschoner (Abb. 20, 5, 6). In Transdanubien wurde eine solche Nadel mit Nadelschoner zusammen mit einer durchbrochenen Bronzescheide einer Lanzenspitze östlichen Typs und einer eisernen Lanzenspitze in Kakasd gefunden. 8 9 Aus mit diesem Grabfund iden­tischer Zeit, also vom Ende der Urnenfelderperiode, stammen mehrere Mehr­kopfnadeln aus mitteleuropäischen Bestattungen (Frög "K"-Tumulus, Villach Ur­nengrab, Oblekovice Grab 32). 9 0 Nicht viel jünger als diese mag die Mehrkopfna­dcl samt Nadelschoner aus dem Hiigel 2 von Gilgenberg sei, gemeinsam gefun­den mit Zaumzeug und Phaleren. 9 1 Dies bezeugen die späturnenfelderzeitlichen l'haleren vom Stillfried-Typ, die zusammen mit einer zweiteiligen Trense vom frü­hen Hallstatt-typ zum Vorschein kamen. Jüngere Parallelen als die erwähnten gibt es für den kürzeren Nadelschoner aus Grab 6 von Jánosháza (Abb. 20, 7), die sich alle unter den Funden der älteren transdanubischen Hallstatt-Kultur befinden. 92 Das Beispiel der vorher behandelten bronzenen Mehrkopfnadeln und Nadelscho­ner zeigt aber, claß es Typen von Bronzegegenständen gab, deren Herstellung in der Späturnenfelderzeit begann und bis zur älteren Hallstatt-Kultur reichte. Zu ihnen ist auch der Nadelschoner von Jánosháza zu rechnen, der zur mit ihm zu­sammen gefundenen unverzierten Vasenkopfnadel (Abb. 20, 8) gehört haben mag. Denn die Mode dieser Nadeln war zwar in der Jung- und Späturnenfelderzeit allgemein verbreitet, einzelne Exemplare finden sich aber auch in Grabfunden aus der frühen Hallstattzeit. 9 3 Eindeutig in die Späturnenfelderzeit läßt sich das bronzene Rasiermesser (Abb. 20, 1) von Jánosháza datieren, und zwar aufgrund des Ziermotivs aus einem Dop­pelkreis mit Mittelpunkt. Die frühesten Exemplare der Halbmondrasiermesser vom Herrnbaumgarten-Typ stammen zwar aus der Jungurnenfelderzeit, sind aber nicht in dieser Weise verziert. Sechs solche Mitove zieren das eine Rasiermesser von Romand, die Verzierung durch drei eingeschlagene Kreise aber findet sich nur auf Messern der Späturnenfelderzeit (Wien-Leopolasberg Grab 15, Franzhausen Grab 31 ). 9 4 Daß die Rasiermesser und Messer nach demselben Brauch in die Gräber der Späturnenfelderzeit gelegt wurden, beweist die Tatsache, daß Nadel und Messer 8 6 Kemenczei 1989, 219, Abb. 1; Jankovich 1992, 47-53 8 7 Terzan 1991, 89, 162 8 8 Nebelsick 1994, 346 8! l Mészáros 1961, 212. Abb. 3 9, 1 Tomedi 1994, 375, Abb. 5, 4; Müller-Karpe 1961, Taf. 61; Rihovsh 1968, Taf. 9e 9 1 Stöllner, 1994, 626, Abb. 3 •­1 2 Nagybaráti, Somlóvásárhely, Százhalombatta: Patek 1993, Abb. 57, 1, Abb. 91, 7, Abb. 109, 2, Vaskeresztes: Fekete 1985, 45, Abb. 11, 1-2; Somlóhegy: Kemenczei 1995, 74, Abb. 3, 9-10; Stockerau: Rihovsky 1979, 236; Hallstatt: Hodson 1990, 114, Abb. 3 9 3 Torbrügge 1991, 270; Rihovskj 1979, 205-206 9 J Németh/Torma 1965, 73, Abb. 88; Kerchler 1962, 58, Taf. 2, 7: Neugebauer 1996, 385, Abb. 5, 31/5

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