Folia archeologica 43.

Viola T. Dobosi - István Vörös: A Kiskevély barlang revíziója

58 TIBOR KOVACS wachs der Zahl der authentischen Freilegungen von Siedlungen und Gräberfeldern wirkte fördernd auf die Veränderung der Anschauung, durch welche sich die „eta­lonartige" Betrachtung der zwischen enge Zeitgrenzen eingeschränkten, doktrinär interpretierten Hortfundhorizonte in der Forschung zu lösen beginnt. Bezüglich unseres konkreten Themas wies zuerst E. Lomborg auf den chrono­logischen Unterschied zwischen den Schwertern von Hajdúsámson und Apa 2 hin," den dann später B. Hänsel mit weiteren Beobachtungen, genaueren chronologischen Analysen ergänzte, wobei er die Hortfunde von Hajdúsámson 1 3 und Apa 1 4 chrono­logisch auseinanderhielt. 1 2 In den Jahrzehnten der nahen Vergangenheit kamen meh­rere solche Hortfunde zum Vorschein, in welchen die charakteristischen Typan bzw. Typenvarianten der Metallkunst von Hajdúsámson-Apa 1 3 und Koszider gemein­sam angetrofen wurden: Szeghalom-Károlyderék (1959), 1 5 Téglás (1970), 1 6 Tiszala­dány (1988). 1 7 Diese beweisen eindeutig, daß zwischen den chronologisch einander folgenden zwei Metallkünsten sich in keiner Hinsicht scharfe Grenzlinien befunden haben, ja im Gegenteil können die „Stufen" der Umwandlung immer mehr wahrge­nommen werden. Demzufolge werden die oben angeführten Meinungen von. E. Lomborg und B. Hänsel durch die starke Ähnlichkeit der Schwerter von Apa 2 und Téglás eindeutig untermauert. 1, 4 Unter Beachtung der neueren konkreten Daten be­stimmte T. Kemenczei die Reihenfolge der Erzeugungszeit der zum erörterten Typ gehörenden Schwerter des Karpatenbeckens in seiner unlängst erschienenen Arbeit folgendermaßen: Hajdúsámson, Apa, sowie Téglás und Sarkadkeresztúr. 1 9 Wie wir weiter oben - bei der Untersuchung der Teilidentitäten - feststellen konnten, zeigt das Schwert von Dunavecse meistens mit dem Exemplar von Apa 2 und Téglás eine Verwandschaft. Jedoch verleiht unserem Schwert einen individuel­len Charakter das aus schraffierten Dreiecken gebildete Motiv (Doppelreihe), das einen beträchtlichen Prozentsatz seiner Verzierung bildet. 2 0 Diese Musterkombina­tion ist in der östlichen Hälfte des Karpatenbeckens ziemlich fremd. Sie kommt in unserem Gebiet nur auf dem in Nyergesújfalu (N-Transdanubien) gefundenen Dolch vor, der mit großer Wahrscheinlichkeit als aus der mittleren Donaugegend 1 1 Lomborg 1959, 72-76. 1 2 Hänsel 1968,25-29, 57, 61-62,161 ; siehe noch: Hänsel 1977, 97-98. 1 3 Mozsolics 1967, 121-123; Mozsolics 1965-66. 1 4 Bona 1958; Mozsolics 1967,123-126; Kovács 1984, 377-385. 1 5 Mozsolics 1967, 165, Taf. 12:1-2,13:1-2, 14:3-4. 1 6 Máté 1969-70. 1 7 Koos 1988. 1 8 Cf. Anm. 11-12. 1 9 Kemenczei 1991, 9. 2 0 Im erörterten Zeitraum ist im östlichen Karpatenbecken eines der meist verbreiteten Zierelemente der Keramik und der Metallkunst das schraffierte, aus Dreiecken bestehende Motiv (die sog. Zahnreihenver­zierung) mit mehrerlei Variationen (Bona 1975,127,152; Banner-Bóna 1974,49, Abb. 19:87; Chidioçan 1980,124-125, Taf. 35 ; Máthé 1988,32, 34, Taf. 22:10,32:9. - Bezüglich der Waffen in breiterem Zusam­menhang s. Hachmann 1957, 102, Karte 17). Von diesen ist aber eine abweichende Variante auf dem Schwert von Dunavecse zu sehen, auf dem die unter den mit ihren Spitzen einander gegenüber stehenden, „ineinander gerutschten" Reihen vorhandene frei Fläche eine Linie bzw. einen Streifen Zickzackform „hervorhebt".

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