Folia archeologica 42.

Tóth Endre: Későrómai ezüstkanál Bajnáról

130 ATTILA KISS nicht in die Masse der hunnenzeitlichen Schnallen mit rundem Rahmen und rundem Beschlag, 5 5 sondern gehört vielmehr zu den rechteckiörmigen, mit Almandin ver­zierten und ovalem Rahmen versehenen Schnallen der auf die zweite Hälfte des 5. Jh. datierten Fundkomplexe, für die charakteristisch ist, daß die längere Achse des rech­teckiörmigen Schnallenbeschlages parallel zur längeren Achse des ovalen Schnallen­rahmens verläuft (vgl. Liste 1). Ile. Keramik (Abb. 2) Der kleine Topf schließt sich gut der Gruppe der gepidischen Schüsseln an (Liste 2), sowohl aufgrund der Formmerkmale (bikonische, einem Metallgefäß ähnliche Kör­perform, hoher Hals mit konvexer Wandung), wie auch der Farbe (grau), sowie der technischen Ausführung und der Verzierung (Einglättung). Die Chronologie der Schüsseln: Die analogen Schüsseln stammen in ihrer Mehrheit aus solchen Grabfun­den, die nur schwer oder überhaupt nicht näher datierbare Gegenstände enthalten. Der einzige gut datierbare Komplex stammt aus Szőreg-Téglagyár/Ziegelei Grab 19, dessen Fibel auf das ausgehende 5. Jh. gesetzt werden kann, 5 und diese Zeitangabe stimmt auch mit der Datierung der Schnallen des Grabes von Mezőberény über­ein. Auch Margit Nagy, die die gepidische Keramik bearbeitete, datierte diese Schüs­selgruppe auf die zweite Hälfte des 5. Jh. 5 7 * Der Komplex der aufgezählten Funde (Zikadenfibel,. Handgelenkring, Pinzet­te, Schuhschnallenpaar, Keramik) kann einen Grabfund bilden (und dürfte auch ei­nen solchen gebildet haben). Die konditioneile Form ist deshalb begründet, daß falls wir das Fundmaterial von Mezőberény aufgrund seiner Zusammensetzung in zwei Teile teilen, so scheint es auch prinzipiell zu sein, daß vielleicht z.B. die Keramik ge­rade aus einem dritten Grab stammen würde!) Insofern ein derart zusammengesetz­ter Grabfund tatsächlich existiert hat, so ist hierfür die von H. Kühn, D. Csallány und J. Werner mit der zweiten hälfte des 5. Jh. angegebene Datierung als maßgebend zu betrachten. II. Das frühawarenzeitliche Grab IIa. Das Ohrgehängepaar (Abb. 3:1—2) Im Karpatenbecken steht das ohne Parallele vorgefundene Ohrgehängepaar ty­pologisch in gleichem Abstand von den kubooktaeder- /polyederverzierten Ohrge­hängen des 5. Jh. und von den frühawarenzeitlichen, mit auf den Ring aufgezogenen Bronze-/ Silberblechkugeln verzierten Ohrgehängen. 5 9 Da ich keinen Grund habe anzunehmen, daß ein der Form nach so entwickeltes, technisch ausgezeichnet ausge­führtes Ohrgehängepaar das einzige Vorkommen eines örtlichen neuen Typs wäre, 5 5 Alföldi 1932. Taf. XXXIV. 5 6 Bona 1976. 118. Taf. 7. 5 7 Nagy 1970. 206­ff. 5 8 Alföldi 1932. Taf. XXXIV.: 3-11., 14-16. 5 9 Kiss G. 1983. Abb. 1-5.

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