Folia archeologica 42.

Tóth Endre: Későrómai ezüstkanál Bajnáról

DILEMMA VON MEZŐBERÉNY (I8S 4) 125 Fund, nämlich die Keramik auf die „zweite Hälfte des 5. Jhs.". 2 3 (Hier soll bemerkt werden, daß bei dieser letzteren Bezeichnung der Fundort schon in dieser Form­angegeben wird: Mezőberény, Nordteil der Ortschaft.") B. Kürti schrieb 1973 im Rahmen einer ortsgeschichtlichen Monographie über die Geschichte von Mezőberény mit Angabe einer ausführlichen Bibliographie des Fundes von Mezőberény (1884) 2 4 aufgrund der ungarischen archäologischen Litera­tur folgendes: „unsere Meinung ist, daß sich das Hingelangen des Fundes nach Mező­berény auf zwei Wegen erklären läßt: einerseits dürften ihn die mit der hunnischen herrschenden Schicht in unmittelbarer Verbindung stehenden gepidischen führenden Persönlichkeiten während der Hunnenherrschaft erworben haben, andrerseits ist es nicht ausgeschlossen, daß er nach der Vertreibung der Hunnen, als Beute in die Hand der Gepiden gelangt ist. Im ersten Fall müssen wir die Zeit der Verbergung in der Erde näher zum Tode Attilas (453), im letzteren in einer weiteren Periode suchen. In chronologischer Hinsicht schließen wir uns der Meinung von D. Csalläny an und die Zeit der Verbergung bestimmen wir mit zweiten Hälfte des 5. Jh. Der Fund dürfte die Grabbeigabe einer vornehmen gepidischen Frau gewesen und in dieser Hinsicht mit dem kleinen Topf tatsächlich zusammen zum Vorschein gekommen sein." 2 5 B. Kürti betrachtete auch — der 1971 durchgeführten Ausgrabung von B. Maráz 2 6 und seiner mündlichen Mitteilung nach — den Fundort der Funde aus dem Jahre 1884: Mezőberény-Tücsökhalom als bestimmbar. 2 7 I. Bóna schrieb in seiner Studie: „Die archäologischen Denkmäler der Hunnen und der Hunnenzeit in Ungarn im Spiegel der internationalen Hunnenforschung" im Jahre 1979 folgendes: „Mit Ausnahme des bisher noch nicht publizierten Kata­kombengrabes von Kertsch aus dem Jahre 1904 und des Grabfundes von Mező­berény sind die Zikaden in den „Leitfunden" der sonstigen eurasiatischen Hunnen­grabfunde unbekannt" 2 8 ... „ "Wenn die Fibeln „die germanische Mode" zeigen, so verträten die Zikaden aus dem Kaukasus und der Krim höchstwahrscheinlich die „nichtgermanische-Mode" ... „Die in Europe eingetroffenen Hunnen haben selbst dieses uralte Symbol gekannt ...Die Zikade wurde in ihrer europäischen Form schon fertig übernommen und von den Hunnen mitgebracht. Nicht nur die Goldzi­kade von Mezőberény beweist dies, sondern auch das vom Ende der Hunnenzeit oder sogar aus noch späterer Zeit stammende Frauengrab von Iszkaszentgyörgy, in welchem das Fehlen der Fibeln an der Tracht dafür sprechen, daß sie nicht zur Be­stattung einer Germanenfrau gehören." 2 9 Bóna faßte seine Meinung folgendermaßen zusammen: „Das einzige im Jahre 1884 in Ungarn gefundene Grab einer vornehmen hunnischen Frau von Mezőberény hat als Folge unzureichender Publikation bei der Forschung unverständlicherweise wenig Beachtung gefunden." 3 0(hervorgehoben von mir: A. K.) 2 3 Csalläny 1961. 332. 2 4 Kürti 1973. 65. 2 5 Kürti 1973. 53. 2 6 Maráz 1972. 2 7 Kürti 1973. 54. 2 8 Bóna 1979a. 316. 2 9 Bóna 1979a. 317. 3 0 Bóna 1979a. 324.

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