Folia archeologica 40.

T. Dobosi Viola - Homola István: Tipológiai-technikai megfigyelések pattintott kőeszközökön

TYPOLOGISCH-TECHNISCHE BEOBACHTUNGEN RETUSCHIERTER ST EIN WERKZEUGE Die Steinwerkzeuge, als die wichtigsten Informationsträger, sind in der Altsteinzeitforschung stets gegenstände einer gründlichen und vielseiteigen Un­tersuchung. Nach vielen Experimenten hat sich bei ihrer Typologisierung und Systematisierung die von J. Perrot und vom Ehepaar Bordes, er arbeitete mathe­matisch-statistische Methode am besten bewährt. Diese Methode reicht aber beim Fundmaterial der einheimischen Fundorte nicht aus. Im Werkzeugbestand gibt es wesentliche Unterschiede, die die Resultate entstellen. Ein Teil der Fachleute gibt bezüglich der Verwendbarkeit dieser vergleichenden Methode seiner Skepsis Ausdruck. Es scheint, daß zur Lösung der Gegenschätze in der Nomenklatur die womöglich ganz präzise Bestimm der Funktion einzelner Gerätetypen und Typen­gruppen am nächsten bringt. Im vorliegenden Aufsatz haben wir paläolitische Steinwerkzeuge (Bodrogkeresztur— Henye, älteres Jungpaläolithikum) mit rezen­ten traditionellen Handwerkzeugen verglichen. Die objektiven numerischen An­gaben beweisen die übrigens evidente Tatsache, daß man im Altsteinzeitalter alle Gesetzmäßigkeiten der Steinbearbeitung aufgrund praktischer Erfahrungen kennenlernte. Die Werkzengen wurden in der meist geeigneten Weise gestaltet, um in Qualität und Härte dem zu bearbeitenden Material zu entsprechen. Von den in der archäologischen Typologie als Stichel und Kratzer bezeichneten ursteinzeitlichen Steinwerkzeugen hat sich er wiesen, daß sie für das Absplittern von Gegenständen, die die Härte des Holzes oder des Beins hatten geeignet wa­ren. Von einer Menge von Werkzeugen kann man mit großer Wahrscheinlichkeit behaupten, daß mit ihnen weit über unsere bisherigen Vorstellungen hinaus auch solche Arbeitsgänge verrichtet werden konnten, die die Grundlage für jegliche Bearbeitung von Gegenständen aus Holz und Knochen bildeten so z. B. für die Zerstückelung. Wir trachten, unsere Arbeit fortzusetzten, da ja die Ergebnisse unsere Kennt­nisse über diese Epoche bereichern.

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