Folia archeologica 40.
Andrea H. Vaday: Szarmata aranyleletes férfisír Dunaharasztiból
146 ÉVA GARAM Abb. 7. Die Schachteltgraffe von Abony 7. ábra. Az abonyi doboz. boglár fibeln, Gürtelzierden, die runde oder rechteckförmige verzierte Platte von breiten Armbänder, Zierscheiben von mehrgliedrigen Halsschmucken und schachteiförmige Reliquienschreine (Abb. 6,1). 1 4 Auf diesen Gegenständen kommen häufig Zellen mit Zierstein, perlenreihenhaltende Bandbögen und friesartige Darstellungen vor. 1) Die ersten awarenzeitlichen Agraffen wurden mit der Umänderung von Gegenständen solchen Typs oder mit der Bestellung von für eine andere Funktion bestimmten ähnlichen Stücken erzeugt. Die allerersten, die man auf das ausgehende 7. Jh. bzw. auf den Anfang des 8. Jh. datieren kann, sind noch aus Gold. Noch mit echten Zellen, perlenhaltenden Bögen wurden die aus einem anderen Gegenstand umgeänderte Prónay-Agraffe, 1 5 mit Zellen, ursprünglich Steineinlagen das ebenfalls umgeänderte Agraffenpaar von Ozora, 1 6 mit perlenhaltenden Bögen die kleine, runde Schachtelagraffe von Rákos, 1 7 mit perlenhaltenden Bögen, gepreßtem Fries die viereckige Schachtelagraffe von Dunapataj und mit Ziersteineinfassungen die bei Sremska Mitrovica zum Vorschein gekommene, viereckige Schachtelagraffe 1 8 hergestellt (Abb. 6,3). 1 4 Ross 1961, 89. Abb. 37.; Deichmann O. J. Abb. 241, Taf. IX, XI, Abb. 612-613.; Ovcsarov- Vaklinova 1978, 118. 124. Abb. 126-128.; Dation 1911, fig. 317.; Sagall 1938, fig. 266. 282.; Cavallo—Falkenhausen — Campanati— Gigante — Pace — Rosati 1982, Abb. 263 — 264.; Denison 1917 Pl. XLIX, LH.; IVit Zmann 1977, 322-323. 1 5 Garam 1980, 157-159, Abb. 1. " Garam 1980, Abb. 2. 1 7 Garam 1978, Abb. 2. 1-3. 1 8 Germanen Hunnen Awaren 1987, Taf. 23. V. 25. Die Agraffe von Zasavica ist die beste Parallele des Agraffenpaares von Dunapataj. Die kleine, als Reliquienschrein bestimmte Schachtel ohne untere Platte und an der einen kurzen Seite mit „eingebogenem Dorn" ( = mit dem Verbindungshaken der Agraffe) versehen, ist das eine Stück eines Agraffenpaares. Ihre Maße (4,5 X 4,0 X 1,5 cm) stimmen mit denen der Agraffe von Dunapataj überein. Auch ihre Konstruktion ist der letzteren ähnlich, am Rand der Deckplatte befindet sich eine Kugelreihe, in der Mitte eine steinhaltende Zelle, an der Seitenplatte ein palmettenverzierter Fries. Das Muster des letzteren ähnelt der auf die gepreßten Halbkugeln gekerbten Verzierung der Agraffe von Dunapataj.