Folia archeologica 40.
Andrea H. Vaday: Szarmata aranyleletes férfisír Dunaharasztiból
138 ÉVA GARAM byzantinischen Kunst. 6 Das Agraffenpaar erwähnten auch D. Csallány, 7 A. Cs. Sós, 8 J. Dekan 9 und É. Garam 1" in ihren, sich mit anderem Thema befassenden Arbeiten, jedoch wurde von ihnen keine eingehende Analyse durchgeführt. Das vor 120 Jahren durch Ankauf erworbene Agraffenpaar ist im archäologischen Fundmaterial der Awarenzeit des Karpatenbeckens bis heute einzig in seiner Art. Deshalb bildet die Analyse seiner Form, seiner Verzierung, seines Ursprunges und die Frage seiner Datierung keine leichte Aufgabe und auch unsere vorliegende Abhandlung kann keine solche Endlösung geben, die sämtliche Fragen der Problematik des Agraffenpaares beantworten könnte. Beschreibung: (Abb. 1 — 4) Schachteiförmiges goldenes Agraffenpaar (Inv. —Nr.: 183/1870. N 285. Gewicht: die 2 St. insgesamt 75 g. Gekauft vom Budapester Antiquitätenhändler Stern Löwy für 300 Gulden). Der Aufbau des quadratischen, kurzen rechteckförmigen Schachtelagraffenpaares ist wie folgt (Abb. 5): die kleinen Schachteln haben keine Bodenplatte. Die obere Platte ist ein glattes Goldblech, in der Mitte mit einem rechteckförmigen Ausschnitt. Die Ränder des Ausschnittes wurden aufgebogen, oder man lötete um den Ausschnitt einen schmalen Goldblechrahmen an. Die Verzierung der Deckplatte: auf dem Rand ist eine ganze Reihe von gepreßten, flachen, palmettenverzierten Halbkugeln. Die Halbkugeln waren aneinander, ihre äußeren Ränder auch an die Deckplatte gelötet. An der Längsseite sind 7, an der kurzen Seite 6 Halbkugeln. Auf den Kugeln steht die Verzierung in einer Richtung, bei den Ecken schräg. Innerhalb der Kugelreihe befindet sich eine Reihe von schmalen, punzierten Goldbändern. Aus schmalem Goldblech wurden 14 halbkreisförmige Bögen getrieben und zwischen die Kugelreihen auf die Deckplatte gelötet. Die innerste Reihe der Verzierung besteht gleichfalls aus blattverzierten, gepreßte Halbkugeln, die kleiner sind, als die auf dem Rand. Ihre eine Seite ist an die Bögen gelötet, stehen mit ihrer Sohle auf dem aufgebogenen Rand des mittleren Teiles, ein Drittel der Oberfläche der Halbkugeln reicht auf dem Rand über den Ausschnitt hinaus. Die kleinen Halbkugeln wurden aneinander gelötet. Die erhöhte, geschweifte, gekrönte Steineinfassung, die unten den Rand der Deckplatte nicht erreicht, wurde an die innere Seite der Kugeln gelötet. Die Seitenplatten der Agraffen bildet ein friesartig ringsumlaufendes, aus gepreßten Köpfen bestehendes Band. Auf dem unteren und oberen Rand des Bandes ist eine Reihe von winzigen, Perlenkette nachahmenden Halbkugeln, denen sich am unteren Rand eine halbkreisförmige, berandete, punzierte, geschweifte Reihe anschließt. In der Mitte des Feldes wiederholt sich eine aus aufeinanderblickenden, im Profil dargestellten Köpfen (kurzes Haar mit Perlenband, in der linken Hand der links stehenden Figur ein langarmiges Kreuz) und aus einem langhaarigen, nach vorne blickenden, bartlosen Kopf bestehende 6 Dinitrijevic 1966, 67-68. ' Csallány 1956, 108. 8 Sós 1956, 330-331. 9 Dekan 1972, 418. 1 0 Garam 1978, 215.