Folia archeologica 40.
Endre Tóth: Újabb Silvanus-gyűrük Pannoniából (a pannóniai Silvanus-kultuszhoz)
SARMATISCHES GRAB MIT GOLDFUND 133 men aus dem Knabengrab Nr. 11 zwei eiserne Schuhschnallen mit den dazugehörenden Riemenzungen hervor. 1 7 Zweigliedrige Schnallen mit rundem Schnallenrahmen, auf diesen wurde von der Rückseite ker ein punzierter Silberblechüberzug befestigt. Die Befestigungsart geschah auch hier dem Fund von Kakasszék ähnlich durch ein Zuschlagen, jedoch befestigte man das untere und obere Blech des Schnallenrahmens mit je einem Niet zueinander und dieser Niet durchschlug auch die Silberbleche. Von den Goldblechen von Dónát vertraten sowhl Csallány, wie auch Párducz die Meinung, daß sie auf einen Leder- oder Filzgrund aufgebogen wurden und Riemenzungen waren. Ihrer Form nach ist es tatsächlich vorstellbar, daß sie Riemenzungen waren, das Problem liegt aber darin, daß in Mágócspart keine ihrer Größe entsprechenden Schnallen zutage gefördert wurden und derart lange Riemenzungen weder im Denkmalmaterial des Karpatenbeckens, noch bei den östlichen Sarmaten bekannt sind. Im Fund von Dónát kommen zwei ähnliche Goldbleche und ein größeres Goldblech vor, als Riemenzungen sind sie zumindest auch auf einem Gürtel aufgrund der Trachtsitten der bisherigen Grabfunde unvorstellbar. In den Gräbern dieser Epoche bilden drei Schnallen-Riemenzungenpaare eine vollständige Garnitur, zwei Schuhschnallen und Riemenzungen und ein Paar von dem Leibgurt. Es taucht aber auch eine andere Möglichkeit auf, daß nämlich das Grab von Dónát aufgrund der Angabe ein Reitergrab war. Dies knüpft unseren Kreis an den Fund von Vizesd-puszta, 1 8wo man feststellen konnte, daß wenn auch im Grab kein Pferdeskelett vorhanden war, kann aus den erhalten gebliebenen Beigaben: aus den sarmatischen Schnallen, Riemenzungen, vergoldeten Bronzebeschlägen und getriebenen Goldblechüberzügen das Pferdegeschirr dennoch rekonstruiert werden. Bei diesen Überzügen zeigen die Bleche keine Durchbohrungs- oder Nietungsspuren, sondern nur gebogene Ränder, wie an den Blechen von Dunaharaszti und Dónát. Bei den langen Goldblechen beider Funde und bei dem plastisch ausgebildeten Tierkopf von Dunaharaszti ist es auffallend, daß auf dem einen Rand der Bleche die Oberfläche glatt, unverziert ist, als hätte man die Bleche hier vielleicht zwischen Riemen gepreßt. Bei dem rechteckförmigen Blech von Dunaharaszti ist der Rand mit Tamaga ebenso breit, wie das Blech des plastischen Tierkopfes vom Genick her. Bei dem Tierkopf muß man aber wegen des konvexen und leicht Schaden erleidenden Bleches voraussetzen, daß ursprünglich irgendein Füllmaterial, vielleicht eine Holzbasis unter dem Goldblech war. Das figurale Blech von Dunaharaszti weicht auch der Form nach von dem von Dónát ab, ist nicht riemenzugnenförmig, diese Form kann es höchstens mit dem Tierkopf zusammen bilden. Leider stehen uns wenige Daten dafür zur Verfügung, daß wir von dem Fund von Dunaharaszti eine Rekonstruktion machen könnten, um seine ursprüngliche Funktion ohne allen Zweifel feststellen zu können. Es kann auch die Voraussetzung auftauchen, daß das Blech der Scheidenbelag eines Dolches oder Schwertes gewesen war. Es ist im östlichen Fundmaterial nicht unbekannt, daß man in die Eisenklinge eine Goldblechverzierung eingetrieben hat, denken wir bloß an den Dolch des Eszik — Kurgans, wo das sich dem Ende zu verjüngende, mit eingelegten und plastischen Tiermotiven " Vaday-S zöke 1983, 79, Abb. 2, 1 - 4. 1 8 Vaday 1986