Folia archeologica 39.

Mihály Nagy: Egy monopodium-típusról. — Kísérlet az ún. pannóniai ókeresztény relikviaoltárok újraértelmezésére

ÜBER EINEN MONOPODIUMTYP 137 dentlich auffallend. Diese Nischen sind ebenso auszulegen, wie die ähnlich aus­gebildeten Nischen der in der Achse der Mensen der Gartentriklinien in den vornehmeren Villen in dominanter Position untergebrachten scenae frons, 1 6 d.h. wie ein dionysischer, auf die Theaterthematik sich beziehender, einfacher Hin­weis. 1 7 Der Zusammenhang zwischen den Altären und den Statuensockeln verschiedenen Typs, 1 8 ebenso wie zwischen den mit treppenartiger Apside aus­gebildeten Statuensockeln und den (heiligen) Tischen liegt auf der Hand. 1 9 Das als mit der Apside eng zusammenhängendes Symbol betrachtete Muschelmotiv 20 erscheint in der Mitte der gegenüberliegenden Kante der britannischen, an die Mauer errichteten Monopodien. 2 1 In der Gartenbaukunst von Pompeji fiel dem Wasser eine wichtige Rolle zu, 2 2 die Springbrunnen wurden oft an der Stelle der Mensa des Trikliniums 2 3 oder in der Mitte der Mensa untergebracht. 2 4 Auch das Bleirohr mit kleinem Innendurchmesser 2 5 dürfte eine Wasserleitung gewesen sein, das in der Mitte der reich verzierten Deckplatte eines in Dunapentele gefun­denen, ursprünglich an die Mauer errichteten Monopodiums erhalten geblieben ist (Abb. I). 2 6 Die Steinplatte wurde in 45°-igem Winkel durchbohrt (Abb. 3), wahrscheinlich um das Bleirohr in die Stirnseite des gemauerten, massiven Un­terbaues unter dem Mörtel einführen zu können. Im Falle der Ausbesserung oder des Austausches der Rohrleitung mußte auf diese Weise der Unterbau nicht ab­gerissen werden, es genügte nur den Mörtel in einem kurzen Abschnitt zu ent­kreisförmiger Aussparung: de Kidder 1905, 27 Nr. 5.; mit halbkreisförmiger Aussparung: Koch-Sichtermann 1982, 503.; 505 - 506 Taf. Nr. 487.; in der Mitte der Vorderplatte des Sockels einer Bronzestatue mit halbkreisförmiger Aussparung: Reinach o. J., 379.; 388 Abb. 220.; de­Ridder 1905, 44 Nr. 43.; 91 — 92 Nr. 133.; Bronzebasis mit halbkreisförmigem Einschnitt: Leibundgut 1980, 121 Nr. 155 Taf. 151.; Sockel einer Steinstatue, an der Vorderplatte mit halb­kreisförmiger Aussparung: Cagnat 1895, Taf. 5. 1.; F ülep — Burger 1974. 7.; 30 Nr. 70 Taf. 17. 1.; Bronzesockel, in der Mitte der Vorderplatte mit halbkreisförmiger Aussparung: de­Ridder 1905, 233 Nr. 328.; lavarone 1825, Taf. 13.; halbkreisförmige Statuensockel, in der Mitte der Vorderplatte mit halbkreisförmiger Aussparung, in dieser mit Stufen: de Ridder 1905, 80 — 81 Nr. 113.: Sieveking 1913, 63 Taf. 25.; Babelon — Blanchet 1895, 108-109 Nr. 250.; 107-108 Nr. 249.; halbkreisförmiger Sockel einer Bronzestatue, in der Mitte der Vorderplatte mit halbkreis­förmiger Aussparung, zu der vier Stufen führen: de Ridder 1905, 52 — 53 Nr. 61.; halbkreis­förmige Bronzesockel: Kaufmann— Heinimann 1977, 68 Nr. 68 Taf. 69.; Daremberg — Saglio 1881, 950.; Sockel einer Bronzestatue, an der Vorderplatte mit viereckiger Aussparung, in dieser Stufen: Lehel 1962, 19 Nr. 15 Taf. 17-20.; de Ridder 1905, 41 Nr. 38.; Sockel einer Steinstatue, in der Mitte der Vorderplatte mit viereckiger Aussparung: Dura 1934. Taf. 1. 1 6 Rakob 1964, 186. 1 7 Grimai 1943, 254.; vgl.: Nilsson 1957, 63. Das stibadium als dionysisches Heiligtum: Picard 1944, 127-. 1 8 s. Anm. 15. Das mit Stufen versehene Heiligtum der palmyrenischen Götter aus Dura Europos (Dura 1934, Taf. 4.) kann als Parallele einiger Bronzestatuensockel betrachtet werden: de Ridder 1905, 80-81 Nr. 113.; Sieveking 1913, 63 Taf. 25.; Babelon-Blanchet 1895, 108-109 Nr. 250. An Altarsockel angebrachtes Kultrelief: Schallmayer 1983, 258-259 Abb. 4. 1 9 An die Mauer gebaute sacra mensa mit Stufen: zit. Bauchhenss 1983, 93 Abb. 6. Altarför­mige Mensa: Soprono 1950, 301 Nr. 15. 2 0 Gros 1967, 538.; Über den Zusammenhang der Höhle und der Apside: Boyancé 1960 — 1961, 116.; 123-124.; 127. Die Muschel als dionysisches Symbol: Grimai 1943, 319. 2 1 Solley 1979, 172 Abb. 3. v.; 173 Abb. 4.; vgl.: Boon 1973, 358. 2 2 Rakob 1964, 185-186.; Soprano 1950, 289.; 292. 2 3 Soprano 1950, 300 Nr. 14.; 306 Nr. 27.; 309 Nr. 40.; 309-310 Nr. 41. 2 4 Soprano 1950, 293 Nr. 2(?).; 295 Nr. 5.; 298 Nr. 9.; 301 Nr. 16.; 309 Nr. 40. 2 5 5 mm 2 6 Erdélyi-Fülep 1954, 264 Nr. 287.; Thomas 1978, 573 Abb. 1-6.

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