Folia archeologica 39.

Tibor Kemenczei: A magyar Duna-Tiszavidék és az Északnyugat-Balkán kapcsolatai a korai vaskorban

"106 TIBOR KEMENCZEI Eine örtliche Schmuckform ist der dritte Halsring von Kecel mit tordiertem Körper und eingerolltem Ende (Abb. 4, 2) und auch die unverzierten Armringe mit halbkreisförmigem Durchmesser (Abb. 4, 6 — 9), Blechknopf mit Öse (Abb. 4, 3) und Spiralröhrchen können unter die gleichfalls allgemeinen spätbronzezeit­lichen Typen des Karpatenbeckens eingereiht werden. Von den Armringen las­sen sich aber Zeit und Ursprung derjenigen Exemplare, die eine Sattelform ha­ben (Abb. 4, 6 — 7) auch genauer bestimmen. Solche Schmuckgegenstände liegen uns in den aus Syrmien, aus den Ha B 3 —Ha C-Periode stammenden Funden vor. 3 9 Die in Szeged — Öthalom (Abb. 6, 1—2) und in Tószeg — Laposhalom (Abb. 5, 14) zum Vorschein gekommenen Bogenfibeln gelangten von Süden her in das ungarische Alföld. Sie sind Streufunde und auf diese Weise kann ihre Zeit nur aufgrund ihrer balkanischen Parallelen auf das 8 — 7. Jh. v. u. Z. gesetzt werden. 40 Die im Goldfund von Besenyszög —Fokoru vorhandenen zwei Fibeln dürften gleichfalls nach balkanischen Mustern gefertigt worden sein (Abb. 3, 1—2). Ihr Nadelbehälter hat eine Sanduhrform, gehört demnach zu der im nördlichen Bal­kan vom 8. Jh. an verbreiteten Fibelform. Ihre Mode griff auch auf das 7. Jh über. 4 1 Von der zweiten Hälfte des 7. Jh. traten auf dem Balkan an ihre Stelle­ähnliche, jedoch solche Fibeln, die einen sog. boiotischen, schildförmigen Na­delhalter hatten. 4 2 Auch diese gelangten in das Karpatenbecken und kamen in Siebenbürgen aus mehreren mitteleisenzeitlichen Bestattungen ans Tageslicht. 4 3 Die in Békés zutage geförderten, mit einem aus mehreren Gliedern beste­henden Kettengehänge (Abb. 2, 6) völlig übereinstimmenden Funde sind uns zwar aus dem Balkan nicht bekannt, jedoch liegen ihren einzelnen Teilen ähnliche Funde vor. So können im makedonischen früheisenzeitlichen Denkmalmaterial die Parallelen der runden Blechanhänger und der gegossenen, stäbchenförmigen Anhänger gleichfalls angetroffen werden. 4 4 Insbesodere waren die verschiedenen Varianten der stäbchenförmigen Anhänger in den makedonischen, illyrischen Gebieten im 8 — 6. Jh. v. u. Z. beliebt, jedoch wurde die Erzeugung ihrer einzel­nen Typen auch vom Volk der ostalpinen Hallstattkultur übernommen. 4 5 Das Stück von Békés kann in sich nicht genau datiert werden, da uns aber die Paral­lelen der Blechanhänger aus Makedonien unter den Funden des 7 — 6. Jh. v. u. Z. bekannt sind, glauben wir nicht, daß sie es aus einer früheren Zeit als das 7. Jh. v. u. Z. stammen kann. In den bekanntgegebenen Fundkomplexen gibt es auch solche Gegenstände, die bestimmt nicht nach balkanischen Vorbildern hergestellt worden sind. Zwei­felsohne örtliche, für die Donau —Theißgegend charakteristische Typen sind die in den Funden von Nagyság und Kecel vorhandenen Tüllenbeile (Abb. 4, 13), der Halsring von Kecel mit tordiertem, eingedrehtem Ende (Abb. 4, 2), die Spiral­3 9 Vinski- Gasparini 1974, Taf. 131, 11,12. 4 0 Vasic 1971, 7, Abb.2; Bader 1983, 89. 4 1 Kossack 1980, 139; Kilian 1975b, 120; Kilian 1975, 88; Gergova 1980, 100, Abb. 2, 4 2 Vasic 1971, 6; Kilian 1975, 129; Bou^ek 1973, 324. 4 3 Bader 1983, 71. 4 4 Bouzek 1973, 94., 51. 4 5 Fekete 1986, 264, Abb. 13.

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