Folia archeologica 39.

Tibor Kemenczei: A magyar Duna-Tiszavidék és az Északnyugat-Balkán kapcsolatai a korai vaskorban

"102 TIBOR KEMENCZEI Vogelprotomenanhänger kommen auch unter den bestimmt ungarischen Funden auf einem in der Mitte der von Bogács-Tomorvár stammenden Phaleren vorhandenen Ring aufgehängt vor (Abb. 3, 3, 4). Die im Nationalmuseum auf­bewahrten zwei anderen Vogelprotomenanhänger gehören in denselben Stilkreis (Abb. 6, 3, 7), doch ist ihr Fundort unbekannt, obwohl sie vermutlicherweise aus dem Karpatenbecken stammen. Die große Mehrheit ihrer Parallelen ist uns unter den früheisenzeitlichen Funden des NW-Balkans bekannt, 1 2 je ein Stück von ihnen gelangte aber auch bis in die Prut-Dnestrgegend. 1 3 Die Phaleren von Bogács — Tomorvár- dürften die Werkstätte des Kom. Liptau verlassen haben, die die radförmigeri Riemenverteiler erzeugte. 1 4 In ihrer Mitte befindet sich ein geschlitzter Bommel, dem sich die Protomen anschließen. Das balkanische Stil­element kommt auf den Phaleren von Bogács an ihrem gezähnten, mit gekerbten konzentrischen Kreisen verzierten Rand zum Ausdruck. Die ähnlich ausgebildeten Bronzephaleren sind im 8 — 7. Jh. v. u. Z. ganz allgemeine Produkte der Bronz­ekunst von Makedonien-Glasinac. 1 5 Die Frage der Entstehungszeit und der Werkstätten der geschlitzten Bommel wurde schon von mehreren Forschern untersucht, die die vom Kaukasus, vom Iran bis zum Balkan und bis Westeuropa zum Vorschein gekommenen, aus dem 8 — 6. Jh. v. u. Z. stammenden solchen Funde bekanntgegeben haben. 1 6 Von den ungarländischen Stücken kam der Fund von Ugra (Abb. 2, 2) im Alföld mit Trensen und Phaleren östlichen Typs gemeinsam vor. Dies bedeutet aber natür­lich noch nicht, daß auch der dortige Bommel östlichen Ursprungs sei. Die Zeit des Fundes von Ugra ist des 8. Jh. v. u. Z. 1 7 Deshalb müssen wir auch das trandanubische Depot von Nagyság auf dieses Zeitalalter datieren, obwohl das zu diesem Fund gehörende Tüllenbeil auch älter sein kann. Die ganz genauen Parallelen dieser zwei Bommel (abb. 4, 12, 15) können unter den makedonisch-illyrischen Funden angetroffen werden. Ihre Zeit ist dort das 8-7. Jh/v. u. Z. 1 8" Unter den Funden von Kisköszeg (Batina), die sich im Nationalmuseum befinden, gibt es einen solchen geschlitzten Bommel, dessen Mitte auch mit einer kreisförmigen Öffnung durchbrochen ist (Abb. 2,3). Ein ähnliches Fragment stammt aus Somlyóvásárhely (Abb. 5, 6). Das Exemplar von Kisköszeg ist ein Streufund, das von Somlyóvásárhely gelangte hingegen mit Ha C-zeitlichen Grabfunden zusammen in das Nationalmuseum. Ihre Zeit kann deshalb das 7. Jh. v. u. Z. sein, was auch durch die Datierung eines ähnlichen makedonischen Stückes aus Dedel untermauert wird. 1 9 Zu den Gegenständen balkanischen Stils können wir den Anhänger von Pécs reihen (Abb. 4, 17), in dessen Mitte sich eine durchbrochene Kugel befindet und das gebogene Rohrglied an seinem oberen Teil läßt sich mit den nordbalkanischen 1 2 Garasanin 1973, 5-11; Vinski- Gasparini 1973, Taf. 130, A.5; Kromer 1976, 411, Abb. 1. 1 3 Zuromki 1949-49, 191 - 192. 1 4 Kossack 1953, 135, Abb. 11, a; Foltiny 1961, Taf. 70, 1. 1 5 Kilian 1975, 129. i e Kossack 1954, 66; Вou Zek 1971, 79-94; Bou^ek 1973, 60-75; Kilian- Dirlmeier 1979, 81. 1 7 Hiit tel 1981, 165. 1 8 Andrea 1985, Taf. 24, 16/5; Koracevic 1977, 61, Abb. 15. " Vasié 1976, 6, Abb. 7; Kilian 1975, 110, Taf. 89, 3; Boii^ek 1973, 67, Abb. 20, 6.

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