Folia archeologica 39.

Tibor Kemenczei: A magyar Duna-Tiszavidék és az Északnyugat-Balkán kapcsolatai a korai vaskorban

"100 TIBOR KEMENCZEI vor (Abb. 2, 5; Abb. 5, 4, 6, 8). Ihre Parallelen wurden von J. Bouzek und K. Kilian zusammengesammelt mit der Feststellung, daß sie in den 8 — 6. Jh. v. u. Z. vor allem auf der Griechischen Halbinsel und in Makedonien erzeugt und geb­raucht wurden. 4 Von den oben erwähnten ungarischen Funden stammt nur das Stück von Szolnok aus einem Fundkomplex. Die Zeit dieses Exemplars war aufgrund der trichterförmigen Anhänger — die wir später erörtern — die letzte Phase der Hallstatt B-Periode, d. h. das 8. Jh. v. u. Z. Wenn es wahr ist, so stammt die Perle von Somlyóvásárhely (Abb. 5, 6) aus einem Hügelgrab der Hallstatt C-Periode und kann auf diese Weise auf das 7. Jh. v. u. Z. datiert werden. Außer diesen kam noch im ungarischen Alföld aus dem Gräberfeld von Szentes-Veker­zug eine solche Perle zum Vorschein, 5 die schon aus der mittleren Eisenzeit stammt. Über die Zeit dieses Gräberfeldes wurden verschiedene Meinungen geäußert, die seinen Beginn auf die Mitte oder auf das Ende des 6. Jh. bzw. auf das 5. Jh. v. u. Z. gesetzt haben. 6 Aufgrund der Perle makedonischen Typs können wir die ältesten Gräber kaum auf eine jüngere Zeit als die Mitte des 6. Jh. v. u. Z. dati­eren. Ein charakteristischer Gegenstand balkanischen Typs ist der aus dem eins­tigen Kom. Liptau stammende vogelförmige Anhänger (Abb. 4, 10). Obwohl es eine zweifellose Tatsache ist, daß die Vogeldarstellung im bronzezeitlichen Denkmalmaterial des mittleren Donauraumes häufig anzutreffen ist, gehört der Anhänger aus dem Kom. Liptau dennoch nicht zu diesen. Ähnliche Anhänger können von Griechenland bis Glasinac unter den Funden des 8 — 6 Jh. v. u. Z. angetroffen werden. 7 Auch auf dem im südwestlichen Teil des Alföld liegenden Mohol befindet sich eine Vogelfigur auf dem geschlitzten Bommel (Abb. 4, 11). Von diesem Gegenstand wies M. Szabó nach, daß er aufgrund griechisch-makedonischer Vorbilder erzeugt worden sein dürfte. 8 Das Stück stammt aufgrund der Funde des Gräberfeldes von Kuci i Zi (Albanien) aus der Mitte des 8.-Beginn des 6. Jh. v. u. Z. 9 Dreieckförmige Durchbrüche verzieren die in Miskolc und in Salgótarján zum Vorschein gekommenen doppelten Vogelprotomenanhänger (Abb. 3, 12, 13), d. h. sie zeigen aufgrund ihrer Zierart denselben Stil wie die balkanischen geschlitzten Bommel. Die Kammbildung des Vogelkopfes von Miskolc ist ein charakteristisches Stilelement der illyrisch makedonischen Werkstätten. 1 0 Die Doppelprotomen­form wurde laut G. Kossack durch die Metallkunst des illyrischen Kulturkreises im balkanisch adriatischen Raum ausgebildet. 1 1 Die ungarländischen völlig ähnlichen Stücke sind uns zwar vom Balkan nicht bekannt, jedoch dürften sie aufgrund ihrer Formung und Stilmerkmale von dort stammenden Mustern ents­tanden sein. 4 Bouzek 1973, 115; Kilian 1975, 136. 5 Párducz 1954, Taf. 15, 11. 6 Dusek 1974, 389; Párducz 1 974, 42; Chochorowski 1984, 128. 7 Kossack 1954, 65; Bouzek 1975, 13-23; Kilian 1975, 134. * Szabó M. 1972, 19. 9 Andrea 1985, 220-222, Taf. 35, 14/1 1 0 Kilian - Dirlmeier 1979, 138 1 1 Kossack 1954, 43.

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