Folia archeologica 38.
Bíróné Sey Katalin: A pécsváradi éremlelet
EIN INSIGNE DES OMIIARUS 203 H. Finály wurde von der internationalen Forschung nicht bekannt und blieb (vielleicht deshalb) ohne Reflexionen. In der archäologischen Literatur kann die „neutrale" Benennung der sechs Pendilien beobachtet werden: fünf Goldanhänger** pendeloques à clochettes omeé de Granats Gehänge aus Gold mit Granateinlagen , 51 Anhänger mit Tierkopf — pendefits en forme de têtes d'animaux' 0' 1, 6 große Goldanhänger in Tierkopfform mit Ketten und glockenartigen Endgliedern™ die goldenen Ahhänger. 54 In der neueren Literatur erscheint wahrscheinlich in Kenntnis des Textes von Finály die Möglichkeit der Benennungen „sechs Anhänger eines Kopfschmuckes" 5S und "verschwundene Krone '.™ Im spätrömischen bzw. byzantinischen Reich lebte die Sitte der — mit dem heutigen Wortgebrauch — „Kaiserkrönung" mit Diadem (Stemma) vom 4. Jh. bis in das Mittelalter. 5 7 Über die bei der „Kaiserkrönung" gebrauchten bzw. von den Kaisern getragenen oströmisch/byzantinischen Kronen schrieb P. Vaczy folgendes: „In Wirklichkeit waren die byzantinischen Kaiserkronen keine Reifenkronen. Weder ihr Gerüst, noch ihr Aufbau wurde aus Gold oder irgendeinem anderen festen Metall angefertigt. Bis zum 11. Jahrhundert schillerten sie in den verschiedensten Farben. Der regierende Kaiser besaß jeweils mehrere Kronen, deren Farbe sich ihrer jeweilligen Bestimmung entsprechend voneinander unterscheiden. Das Zeremonienbuch Konstantins VII. Porphyrogennetos schreibt beispielweise vor, zu welcher Gelegenheit eine Krone (stemma) von dieser oder jener Farbe zu tragen sei. Man konnte unter weißen, roten, grünen und blauen wählen. An manchen Tagen sahen die Hofregeln sogar mehrfachen Kronenwechsel vor. Auch die Mosaikbilder bestätigen, daß gerade die frühesten byzantinischen Kronen nicht goldfarben waren. Auf dem Apsismosaik von San Vitale in Ravenna erscheint [ustinianus mit dem Diadem ..., von dessen schwarzem Grund sich das Schimmern der Perlen und das Funkeln der Edelsteine vorteilhaft abhebt. Von schwarzer Grundfarbe sind auch die auf den Mosaiken der Hagia Sophia von Konstantinopel abgebildeten Kronen vom Ende des 9. und von der Wende des 10. zum 11. Jahrhundert. Erst im Laufe des 11. Jahrhunderts kamen die farbigen Kronen außer Mode, von da an ist der Grundstoff der kappen- und kuppeiförmigen Kronen bereits goldfarben. Die byzantinischen Kronen konnten nur unter der Voraussetzung verschiedenfarbig sein, daß ihr Grundstoff aus Textilien bestand, worin sich Byzanz wieder einmal als Erbe Roms erwies." 58 Über den Prozeß, wie die römischen, sodann oströmisch/byzantinischen Diademe zu den Germanen gelang sind, schreibt C. Brühl folgendes: „Ein „Diadem" in verschiedener Gestalt, zumeist jedoch als „juwelengeschmucktes Banddiadem" gehörte seit Tagen Konstantins d. G. zum kaiserlichen Ornat. . . . 4 9 Hampel 1894, 40. 5 0 Odobesco 1889-1900, II. 83, Abb. 98. 5 1 Hampel 1905, II. 53. 5 2 Fettich 1953, 44, 116. 5 3 Werner 1973, 365. 5 4 Horedt 1979, 139. 5 5 Horedt 1972, 105. 5 6 Kiss 1982, 171. 5 7 T re it inger 1956, 7 - 16. 5 8 Vdc^y 1972, 187.